Nachrichten zum Thema Presseecho
25.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
SPD befürwortet Ringschluss
Schwetzingerstadt: Ortsverein nominiert Kandidaten
SPD befürwortet Ringschluss
Der SPD-Ortsverein Mannheim-Ost zieht mit bekannten Namen und Gesichtern in den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl 2009. Spitzenkandidat ist der 32-jährige Rechtsanwalt Boris Weirauch, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und langjähriger Bezirksbeiratssprecher in der Schwetzingerstadt/Oststadt. Er wurde vom SPD-Kreisverband auf den Listenplatz 11 gesetzt. Auf Platz 19 wurde die Diplom-Sozialpädagogin Nazan Kapan, Leiterin des Internationalen Mädchentreffs des Mannheimer Stadtjugendrings, gewählt. Von Platz 20 geht der Diplom-Volkswirt und amtierende Stadtrat Pantelis Nikitopoulos ins Rennen. Auf Platz 32 wurde Margot Liebscher, Rentnerin und Bezirksbeirätin in Neuostheim/Neuhermsheim, platziert. Das Kandidatenfeld wird von der Landtagsabgeordneten und amtierenden Stadträtin, Helen Heberer, auf Platz 48 komplettiert.
Parkplatznot eindämmen
"Unser Ziel ist es, mindestens zwei Stadträte oder Stadträtinnen für die Schwetzingerstadt/Oststadt und Neuostheim/Neuhermsheim in den am 7. Juni 2009 neu zu wählende Gemeinderat der Stadt Mannheim zu entsenden", so Boris Weirauch, der zugleich auch Mitglied im Kreisvorstand der Mannheimer SPD ist.
Der SPD-Ortsverein fordert in seinem Wahlprogramm die Stärkung des Einzelhandels und fordert entsprechend die strikte Einhaltung des Zentrenkonzeptes. Zudem fordert die SPD Maßnahmen zur Eindämmung der Parkplatznot in der Schwetzingerstadt/Oststadt. "Hier muss etwas passieren, zumal gute Vorschläge aus den Reihen des Bezirksbeirats und der Stadtverwaltung auf dem Tisch liegen", so Weirauch weiter. Ferner wird sich die SPD für die Einrichtung eines Jugendtreffs in der Schwetzingerstadt/Oststadt stark machen.
SPD-Stadtrat Nikitopoulos befürwortet die Einbeziehung dieser Forderungen in einem gemeinsam mit den Bürgern zu erstellenden Entwicklungskonzept für die Stadtteile Schwetzingerstadt/Oststadt.
Stadtbahn soll rund fahren
Im Stadtbezirk Neuostheim/Neuhermsheim setzt sich die SPD auch weiterhin für eine Befahrung des sogenannten Ringschlusses durch die Stadtbahn ein. "Es ist für uns nicht nachzuvollziehen, dass man erst die Stadtbahnverbindung zwischen Neuostheim und Neuhermsheim baut und dann nur in unregelmäßigen Abständen befahren lässt", erklärt dazu die zuständige SPD-Bezirksbeirätin Margot Liebscher. red
Mannheimer Morgen
25. März 2009
25.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
Neue Mode aus altem Stoff
Kleidung: Berufsschüler zeigen mit Modenschau, wie schnell die Trends wechseln
Neue Mode aus altem Stoff
Ein neues Kleid aus einem alten Kleid und einer Bluse, eine Jacke aus einem Vorhang, ein zauberhaftes Brautkleid aus Gardinenstores: "Fashion, from catwalk to trashwalk" (Mode, vom Laufsteg zum Abfallweg), erstrahlte in neuem Glanz als "Refashion", from trashwalk to catwalk. Schüler der Justus-von-Liebig-Schule zeigten im Jugendkulturzentrum Forum junge, kreative und trendige Mode, die aus bereits gebrauchten Materialien hergestellt wurde - Mode, die den Zuschauern, darunter auch die Landtagsabgeordnete Helen Heberer, Stadträtin Regina Trösch und zahlreiche Bezirksbeiräte, erkennbar Spaß machte. Die Modenschau war der Abschluss des jahrgangsübergreifenden Recyclingsprojektes "Refashion" der Textilabteilung der beruflichen Schule.
Bei dem Projekt, das im September 2008 begann, setzten sich die Schüler mit dem Thema Textilrecycling auseinander. Sie stellten fest, dass durch die immer kurzlebigere Mode Kleidungsstücke zu schnell zur Altkleidersammlung gegeben werden: in Deutschland bis zu 750 000 Tonnen pro Jahr. Umweltbewusst beschäftigten sich die Schüler im Schuljahr 2008/2009 mit den Recyclingmöglichkeiten von Alttextilien. Sie sammelten Berge von Altkleidern und aussortierten Heimtextilien und ließen sich von diesen Materialien zu neuen Bekleidungskreationen inspirieren.
Projektleiterin Marianne Sienknecht bekannte, dass sie anfangs schon ein bisschen Angst gehabt hätten bei dem Gedanken an so viel Altmaterial. Sie berichtete über die Verwandlung der Schüler. Viele, die erst skeptisch waren, wurden immer kreativer, begeisterter und haben sich am Ende selbst übertroffen. 87 Modelle haben die Schüler insgesamt angefertigt, von verspielten Kleidungsstücken mit viel Rüschen, Spitzen und Stickereien bis zu futuristischer Mode aus Metallstoffen - schrill und abgefahren: Höhepunkt der gekonnt und mit einem Augenzwinkern präsentierten Modenschau war der Auftritt eines prächtig gekleideten Liebespaares aus der Mozartzeit.
Eine Körperpflegeklasse kümmerte sich um die Frisuren und das Make-up der 35 Models. Schüler der Friseurklassen zeigten experimentellen Kopfschmuck aus Abfallprodukten. Eine Raumausstatterklasse "pimpte" alte Stühle auf. Eine Kooperationsklasse - eine berufsvorbereitende Klasse mit Schülern aus Förderschulen - fertigte die Dekorationsobjekte. Schulleiterin Elsbeth Ruiner dankte allen Beteiligten für diese "Superschau". Sie zeigte, wie wichtig der traditionelle Beruf "Schneider/in" sein kann, "dass es auch anders geht in unserer Konsumgesellschaft". Durch die zwei aufeinanderfolgenden Modenschauen mit jeweils 300 Gästen führte Isabelle Adjadi. Im Foyer gab es eine Ausstellung zum Entstehungsprozess des Projekts sowie Produkte zum Thema. ost
Mannheimer Morgen
25. März 2009
25.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
Land zahlt mehr Geld
Nationaltheater: Tariferhöhung leichter auffangen
Land zahlt mehr Geld
Das Nationaltheater kann sich über eine zusätzliche Finanzspritze von 634 900 Euro für das laufende Jahr aus dem Landeshaushalt freuen. Das hat der Stuttgarter Landtag beschlossen. Damit wolle man sich, so die beiden Mannheimer SPD-Abgeordneten Helen Heberer und Dr. Frank Mentrup, an den gestiegenen Kosten aus den Tarifverhandlungen beteiligen. Mentrup, zuständiger Berichterstatter im Finanzausschuss, sagt, dies sei "nicht zuletzt den engagierten Bemühungen meiner Kollegin Heberer als kulturpolitischer Sprecherin zu verdanken".
Fernziel Landesbühne?
"Durch das Einfrieren des Landeszuschusses und die Erhöhung aufseiten der Stadt bei den letzten Etatberatungen stimmte das Verhältnis zwischen beiden Zuschussgebern schon lange nicht mehr", erklärte Heberer. Sie habe zumindest versuchen wollen, dem Theater zu helfen, damit es die Tariferhöhungen leichter auffangen könne. Ihr "Fernziel", so Heberer, sei aber, dass das Nationaltheater "einen Zuschuss bekommt wie eine Landesbühne". Dies könne man aber "nur langsam und vorsichtig angehen", meinte sie.
"Das ist ein Einsatz, der uns unheimlich freut", sagte Generalintendantin Regula Gerber dazu. Direkte Informationen zur Zuschusserhöhung lägen ihr aber noch nicht vor. "Wenn sich der Betrag wirklich bestätigt, würde er uns enorm helfen, die Mehrkosten der Tariferhöhung abzudecken", erklärte sie. Leider bestünde sonst die Gefahr, dass die zusätzlichen Ausgaben für Löhne und Gehälter "den geringen Betrag, den wir für die Kunst haben, immer mehr auffressen", so Gerber. pwr
Mannheimer Morgen
25. März 2009
18.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
Fünf Jahrzehnte ein "Blauer Engel"
Katastrophenschutz: Technisches Hilfswerk ehrt langjährige Mitglieder / Politiker versprechen mehr Anerkennung
Fünf Jahrzehnte ein "Blauer Engel"
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
Er hat 50 Jahre lang überall mit angepackt, besonders aber Pontonbrücken gebaut und sich als Schirrmeister um Materialerhaltung gekümmert: Heinz Wetzler. Nun wurde er ausgezeichnet - für fünf Jahrzehnte engagierte Mitgliedschaft beim Technischen Hilfswerk (THW).
"Das ist eine Ehrung, die es nicht jeden Tag gibt, das verdient schon außerordentliche Anerkennung", erklärte Frank Ruf von der THW-Geschäftsstelle, als er dem 69-Jährigen beim jährlichen Helferabend mit der THW-Ortsbeauftragten Nicole Dudziak die Urkunde übergab.
Aber auch Dudziak selbst wurde geehrt: Für 20-jährige "Treue und stetige Einsatzbereitschaft". Frank Ruf überreichte ihr eine Urkunde, ehe Dudziak und Ruf - nun wieder gemeinsam - eine besonders treue Seele des THW-Ortsverbandes nach vorne riefen: Ellen Rude, die 25 Jahre dabei ist.
Weitere Urkunden gab es für Benjamin Wenker, Tobias Paulik-Rebe, Heinz Blattmann und Dominic Schmoigl, das Helferzeichen in Gold für besondere Verdienste ging an Kai Schlachter (Jugendbetreuer) sowie die Gruppenführer Thomas Wruck (Elektro), Boris Mandel und Michael Lansche (Bergung).
"Sie bringen hier wirklich einen unglaublichen Einsatz für die Allgemeinheit", äußerte Erster Bürgermeister Christian Specht große Anerkennung für die Arbeit der auch "Blaue Engel" genannten THW-Helfer. Das THW sei eine "tragende Säule und ein wertvoller Partner im Katastrophenschutz der Stadt". Er setze sich innerhalb der Stadtverwaltung dafür ein, dass derartiges ehrenamtliches Engagement bei der Auswahl von Bewerbern, etwa für Lehrstellen, positiv ins Gewicht falle, sagte Specht zu.
"Sehr beeindruckt" zeigte sich in ihrem Grußwort SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer: "Respekt vor dem, was Sie tun, wenn teils große Gefahr im Verzug ist!" Sie lobte zudem die "hervorragende Jugendarbeit". Wie schon zuvor Bürgermeister Specht hob SPD-Stadtrat Roland Weiss die Beteiligung des THW am "Schulterschluss" aller Hilfsorganisationen auf dem Maimarkt hervor, forderte dafür aber eine städtische Unterstützung. "Wir brauchen einfach auch einen Schulterschluss im Gemeinderat zugunsten aller Hilfsorganisationen", schloss sich dem Wolfgang Raufelder (Grüne) an.
Das griff Thorsten Ernst, der Regionalvorstand der Johanniter, gerne auf. "Was Ehrenamtliche leisten, wird viel zu selten gewürdigt", legte er in einem Grußwort im Namen aller Hilfsorganisationen den Politikern ans Herz. Die Organisationen seien sich einig: "Nur gemeinsam sind wir stark, um den Bürgern in Not zu helfen." Dies aber gehe nicht ohne Unterstützung aus Politik und Öffentlichkeit, betonte er.
Mannheimer Morgen
18. März 2009
18.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
"Heile Vereinswelt gibt es nicht mehr"
Neckarau: Feierstunde zum 125. Geburtstag des Turnvereins 1884 / Viel Lob für Jugendarbeit und Festhalten an Traditionen, aber auch Diskussion "heißer Eisen"
"Heile Vereinswelt gibt es nicht mehr"
Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß
Mit einer Feierstunde in seinem Vereinshaus hat der Turnverein 1884 Neckarau am Wochenende den Reigen der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich seines 125-jährigen Bestehens eingeläutet.
Im geschmückten großen Saal des Vereinsheims im Baloghweg versammelten sich an jenem Samstagmorgen Vertreter aus Sport und Politik, allen voran Landtagsabgeordnete Helen Heberer und Erster Bürgermeister Christian Specht. Für die Vertreter des Sports sei hier Turner-Legende Richard Möll genannt.
Moderner Verein
"Wir wollen nicht hoch hinaus, obwohl große Sprünge eigentlich unsere Sache sind", scherzte Vereinschef Michael Schwarz, als er den Gästen seinen Verein vorstellte. Statt eines nostalgischen Blicks in die Vergangenheit verwies er auf die Anforderungen der Zukunft, denen sich die Vereine stellen müssten: "Als moderne Dienstleistungsunternehmen, die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden."
Wichtig für Gesundheitsvorsorge
Helen Heberer, die einst selbst aktive Turnerin und später Vorsitzende eines Turnvereins (der TG Mannheim) war, lobte vor allem die Jugendarbeit des Vereins: "Dies ist gerade wichtig in einer Zeit, in der der Schulsport zu Gunsten der kognitiven Fächer immer stärker zurückgedrängt wird." Viele Krankheitsbilder des heutigen Menschen begännen schlicht mit Bewegungsmangel.
Zudem lernten Jugendliche im Sportverein Tugenden, die ihnen ihr ganzes Leben lang nützlich sein könnten wie etwa Respekt und Teamgeist, Solidarität und Fairness: "Beim Sport kann man vieles lernen für das Leben", so die Abgeordnete.
Lehren aus Winnenden
So lernt man im Verein zum Beispiel auch das Verlieren können. Ein junger Mensch, der dabei in der Gemeinschaft geborgen sei, raste nicht gleich aus, mahnte Erster Bürgermeister Christian Specht unter Hinweis auf den Amoklauf von Winnenden: "Der Verein kann Menschen retten, sogar Menschenleben".
"Ich bin in Sorge, ob die Rahmenbedingungen, die die Politik den Vereinen setzt, noch in Ordnung sind", bekannte Stadtrat Roland Weiß in Vertretung des Oberbürgermeisters. Natürlich sei das Ziel der Stadt richtig, in 50 Prozent aller Mannheimer Schulen eine Ganztagesbetreuung anzubieten. "Allerdings sollten wir aufpassen, dass wir am Ende nicht einen Scherbenhaufen unter denen anrichten, die sich schon immer um Jugendliche gekümmert haben." Diesem Thema widmete sich auch der Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, Michael Scheidel. Er lobte Schwarz als "heftigen Mitstreiter" im Bemühen, die Probleme der Ganztagesschule für die Vereine zu thematisieren.
Konrad Reiter, der Vorsitzende des Turngaus, dankte dafür, dass der TV die klassische Disziplin des Geräteturnens aufrecht erhalte. Den Walter-Kolb-Schild, eine der höchsten Auszeichnungen des Deutschen Turnerbundes, überreichte Prof. Richard Möll. Unter den Mannheimer Vereinen, so Möll, stehe der TV an zehnter, unter den über 400 Vereinen im Sportkreis an 30. Stelle.
Gleichwohl dürfe sich auch der TV nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen: "Die heile Welt der Vereine gibt es nicht mehr." 50 Prozent der Turnvereine verlören derzeit Mitglieder. Ursache seien die Individualisierung, die demographische Entwicklung und die Konkurrenz.
Für die Neckarauer Vereine gratulierte der Schatzmeister der Interessengemeinschaft (IG), Werner Schneider, der einst selbst fünf Jahre im TV aktiv war, für das Gewerbe der stellvertretende Vorsitzende der GdS, Matthias Schmitt, Gerhard Keller von der BB Bank überreicht eine Spende in Höhe von 4000 Euro.
Die Feierstunde endete mit der Nationalhymne.
Mannheimer Morgen
18. März 2009
18.03.2009 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.
Die Figur läuft im Bikini davon
Neckarau: Kesse Motten begeistern das Publikum in Gehrings Kommode
Die Figur läuft im Bikini davon
Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Lehmann
Es war wie ein coming out von Frauen im betagten Alter. Alles, aber auch wirklich alles wurde an diesem Abend von innen nach außen gekehrt: die Sorgen um ihre Schönheit, ihre Körperpflege mit Enthaarungswachs, Faltencremes oder der Schönheits-OP, die Malaisen mit dem Älterwerden, aber auch die Beziehung zum Partner, das Selbst- und Fremdbild zwischen Mann und Frau.
"Hast Du etwas Zeit für mich? Meine Brust gefällt mir nicht! 99 Luftballons, zwei genügen mir davon-€¦." Mit einer ungeheuren Komik, mit Witz und Humor sangen die Kessen Motten ihre Reimverse zu einem Potpourri aus bekannten Schlagerliedern der 60er und 80er Jahre, was das Zeug hielt. Nicht nur ihre Texte selbst, sondern auch die Textumformungen des bestehenden Liedmaterials waren urkomisch und zugleich höchst professionell und witzig vorgetragen. Barbara Eckert-Stahl, Birgit Tschirpke und Margot Appenzeller wurden von Arthur Weis am Klavier begleitet. Der "Quotenmann des heutigen Abends", wie er sagte, gab zwischendurch auch selbst einige Pointen zum Besten.
Die realen Dinge des Frauenlebens
Die Vier brachten den knapp 60 Personen in der voll besetzten Neckarauer Gehrings Kommode das näher, was Frauen sonst eher verschweigen oder sich heimlich unter Freundinnen erzählen.
Für ihre Offenheit und ihren überzeugenden Auftritt, für ihre humorvolle Sicht auf die realen Dinge des Frauenlebens ernteten sie - auch bei den Männern im Raum - tosenden Beifall. Als sie mit ihrem gekonnt schrägen Outfit den Schönheitsfimmel, das Klimakterium, die Inkontinenz oder auch den Bodyformer besangen, war das Publikum nicht mehr zu halten.
Wirklich köstlich war es, als die drei Frauen jenes Bekleidungsstück in beige mit rosa Federboa-Umrandung herauszogen und sangen: "Meine Figur läuft im Bikini davon. Ich brauch 'nen Bodyformer, der zaubert Kurven, wo sonst keine sind. 1,2,3, ja, wie komm ich da bloß nei?" Wie die Venus von Milo wollen sie damit aussehen - aber wie wird der Mann damit fertig? Auch dazu hatten sie gleich die passende Antwort parat: "Ich hoffe, bei ihm hält die Spannung, bis er mich aus dem Panzer geknackt hat-€¦ Ich bin ein Überraschungsei-€¦ Er geht an die Arbeit, macht meine Formen mühsam frei, doch alles kriegt er nimmer nei."
Kritischer Blick auf die Männer
Aber auch das männliche Wesen wurde kritisch betrachtet: "Es liegt ne Schiesser-Feinripp neben dem Bett, da war die Party richtig nett." Dazu passend hielten die "Motten" eine weiße Herrenunterhose im unerotischen XXL-Format hoch und liebkosten sie. Große Lacher ernteten die drei Frauen, als sie dann doch auch ein Mann sein wollten: "Die paar Zentimeter machen sehr viel her. Er kann die ganze Welt regier'n, und das schon nach drei Bier'n."
Die Veranstaltung wurde von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zum Internationalen Frauentag organisiert, aber auch zum Wahlkampf für die Gemeinderatswahl am 7. Juni genutzt. Ihre Vorsitzende Dr. Claudia Schöning-Kalender begrüßte Stadtrat Ulrich Schäfer sowie ihre Vorgängerin Helen Heberer (MdL), Nazan Kapan, Evi Korta-Petry, die neben Schöning-Kalender für die SPD in den Gemeinderat einziehen möchte. Damit es ihnen allen gelingt, verteilte Schöning-Kalender an die Politikerinnen Maskottchen - am Ende der Veranstaltung auch an die Kessen Motten.
Mannheimer Morgen
18. März 2009





