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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

04.09.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

China, Israel und USA jetzt ganz nah

 

Medizintechnologie: Internationale Partnersuche gefördert

 

Peter Hofelich, Michael Grötsch und die Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder und Helen Heberer (v.l.) bei der Übergabe des Förderbescheids. ©  Stadt

 

Medizintechnologie - eine der weltweit größten Wachstumsbranchen. Hier bei uns in der Stadt sind bereits 95 Unternehmen mit rund 9500 Beschäftigten in diesem Sektor tätig. Wo große Firmen wenig bis keine Schwierigkeiten haben, den internationalen Markt zu bearbeiten, sich mit Firmen im In- und Ausland zusammenzutun, um ihre Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, fällt das kleinen und mittleren Betrieben schon weitaus schwerer. Genau das soll sich jetzt ändern: Im Clustermanagement Medizintechnologie bei der städtischen Wirtschaftsförderung haben sie nun einen Ansprechpartner, der sich genau um diese Thematik kümmert.

Bezahlt wird das Projekt mit dem sperrigen Namen "Business Development Office für internationale Produktentwicklung und Vermarktung", kurz "Deliver" genannt, ab sofort auch mit Fördermitteln des Landes und der EU. Peter Hofelich, Staatssekretär im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, überbrachte gestern den offiziellen Bewilligungsbescheid dafür.

Hofelich - ein gern gesehener Gast in der Stadt, schließlich ist er eine Art "Geldbote" des Landes und diesmal eben auch der EU: 171 700 Euro hatte er - im übertragenen Sinn - im Koffer, Fördermittel aus dem EU-weiten Wettbewerb ERFRE CLIP. Dass Mannheim und sein Clustermanagement Medizintechnologie diesen Wettbewerb gewonnen haben, wundert Hofelich nicht: "Hier wird hervorragenden Arbeit geleistet, Sie haben zudem sehr aktive Landtagsabgeordnete, die sich für die Stadt einsetzen. Und schließlich will die Landesregierung Mannheim gerne weiterhin auf diesem Weg der Clusterförderung begleiten".

Das hört Bürgermeister Michael Grötsch gerne, die Wirtschaftsförderung und damit auch das neue Projekt "Deliver" fällt in seinen Zuständigkeitsbereich. Er erklärte den Gästen, die sich gestern im Cubex41-Gebäude des Klinikums eingefunden hatten, was denn konkret mit dem Geld - 171 000 wie erwähnt vom Land und der EU, 30 000 von privaten Partnerunternehmen und rund 106 000 Euro von der Stadt - geschieht: "Wir finanzieren damit auf drei Jahre befristet eine Stelle im Clustermanagement". Die internationalen Aktivitäten konzentrieren sich auf drei Wachstumsregionen: Boston in den USA, Suzho in China und Haifa in Israel.
 

Unterstützung für Unternehmen

Konkret geht es darum, Unternehmen zu unterstützen, in diesen Regionen Partner zu finden, die den Unternehmen im Mannheimer Cluster in puncto Technologie, Forschung, Finanzierung, Entwicklung und Markt weiterhelfen. Umgekehrt will man aber auch die internationalen Unternehmen dazu bringen, sich hier niederzulassen. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Suche nach hoch qualifiziertem Fachpersonal, auch dabei soll "Deliver" den Mannheimer Unternehmen helfen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 04.09.2015

 

28.08.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Yasmin Fahimi besucht das C-Hub

 

Wirtschaft: SPD-Generalsekretärin zeigt sich vom Kreativwirtschaftszentrum begeistert / Geschäftsführer Sommer stellt Konzept vor

 

Kommunikationsdesignerin Carolin Wanitzek (sitzend) zeigt Yasmin Fahimi (2.v.r.) und anderen SPD-Politikern ihre dreidimensionalen Illustrationen am PC. © ost

 

Auf Einladung der SPD Mannheim besuchte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi das Kreativwirtschaftszentrum im Jungbusch. Sie informierte sich mit der Landtagsabgeordneten Helen Heberer, den Stadträten Melanie Seidenglanz, Nazan Kapan und Dr. Boris Weirauch, Malin Melbeck als Fraktionsmitarbeiterin, Christian Hübel vom Büro des Oberbürgermeisters und Regionalgeschäftsführer Alexander Lucas über das C-Hub.

Christian Sommer, Geschäftsführer der "mg: mannheimer gründungszentren gmbh", zu der auch das C-Hub gehört, erklärte: Die "mg gmbh" betreibe als 100-prozentige Tochter der Stadt mit 30 Mitarbeitern acht Existenzgründerzentren in Mannheim. Auf die Frage von Fahimi, wie lange die Verweildauer in den Gründungszentren ist und wie viele in Mannheim bleiben, erklärte er: "Die Verweildauer beträgt durchschnittlich vier Jahre." Alle blieben in Mannheim. Sie seien bestrebt, Firmen auch aus anderen Städten nach Mannheim zu holen. Seine Vision 2020: die mg gmbH als wichtiges Gründerzentrum in Deutschland mit einem vielfältigen Förderangebot. Natasa Knezevic, Assistentin der Geschäftsleitung, erläuterte die Konzeption des C-Hubs, das im Juli in Betrieb genommen wurde. Neben dem Kreativwirtschaftszentrum mit Büros, temporären Arbeitsplätzen und Showrooms befinden sich auch ein Restaurant mit Bar und eine Kunstgalerie im Gebäudekomplex. Das Raumangebot richtet sich an wachstumsorientierte Unternehmen aus fast allen Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Vier der 36 Akteure im C-Hub statteten die Politiker einen Besuch ab. Die "STOFFWECHSEL gallery" ist eine Plattform für Künstler. Inhaberin Petra Stamm kuratiert und plant unter anderem die Umsetzung von Wandgemälden im öffentlichen Raum. Fahimi gefiel die Street-Art-Kunst. "Das wäre auch was für andere Städte", meinte sie.

In der Start-up-Phase helfen

 

Interessant fand Fahimi das Angebot von "DOCK3". Diana Eilert erklärte, sie schätze die Kooperation und den Gedankenaustausch, gerade in der Start-up-Phase kämen manchmal Zweifel. Fasziniert waren die SPD-Politiker von der Papierkunst von "OUI R": Carolin Wanitzek zeigte am Computer, wie sie Logos und Webseiten aus dreidimensionalen Illustrationen aus Papier und anderen Objekten kreiert. Zuletzt besuchten die Politiker "Stocard". Die App der Jungunternehmer ersetzt Kundenkarten. Warum sie nicht selbst auf diese Idee gekommen sei, fragte Fahimi scherzhaft. Letztendlich komme es immer auf Leute an, die ein Stück Herz und Leidenschaft haben, resümierte die Generalsekretärin.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 28.08.2015

 

01.08.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

84 600 Euro für die Erlöserkirche

 

Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg unterstützt mit den Mitteln in Höhe von 84 600 Euro aus dem Denkmalförderprogramm die Instandsetzung der Natursteinfassade der evangelischen Erlöserkirche in Seckenheim. Die teilten die Mannheimer Landtagsabgeordneten Helen Heberer, Dr. Stefan Fulst Blei (beide SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) in einer gemeinsamen Presseinformation mit. "Die Erlöserkirche in Seckenheim ist ein besonderes Wahrzeichen und damit von besonderer landesgeschichtlicher Bedeutung. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit den Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm den Erhalt dieses Kulturdenkmals unterstützen können", die Abgeordneten.

Die Mittel des Denkmalförderprogramms stammen aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Mit dem Denkmalförderprogramm hat die Landesregierung im Jahr 2014 in Baden-Württemberg mehr als 400 Vorhaben unterstützt. Aus dem Denkmalförderprogramm werden private, kirchliche und kommunale Vorhaben gefördert.

 

 

Allein für die 41 kirchlichen und kommunalen Vorhaben werden im Rahmen der zweiten Tranche rund 3,23 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung gestellt. Im Südwesten gibt es rund 90 000 Bau- und Kunstdenkmale und rund 60 000 archäologische Denkmale. "Diese Vielfalt ist eine Stärke unseres Landes, in die auch in Mannheim investiert wird", so Heberer, Fulst-Blei und Raufelder abschließend. zg

 

© Mannheimer Morgen, Samstag, 01.08.2015

 

24.07.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Giftige Reste der Industriegeschichte

 

Altlasten: Land finanziert Sicherung und Sanierung von drei Stellen im Stadtgebiet / 830 000 Euro für die Reinigung von verseuchtem Boden und Grundwasser

Rund 830 000 Euro bewilligte das Land Baden-Württemberg für Erkundung und Sanierung dreier sogenannter Altlasten (also Verseuchungen von Boden oder Grundwasser), die weit in die Industriegeschichte Mannheims zurückreichen. An der Entsorgung der zumeist stark gesundheitsgefährdenden chlorierten Kohlenwasserstoff-Verbindungen wird bereits seit langem gearbeitet - das Land Baden-Württemberg gibt dafür derzeit 15 Millionen Euro im Jahr aus - "das ist eine langwierige Aufgabe", wie Sprecher Frank Lorho vom Umweltministerium erklärte.

Altlastenproblem noch 20 Jahre

Minister Franz Untersteller (Grüne) hatte am Donnerstag in Stuttgart den aktuellen Altlastenbericht veröffentlicht: "Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass für eine weitgehende Aufarbeitung des Altlastenproblems mindestens weitere 20 Jahre benötigt werden", sagte Untersteller. Seit Beginn der Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg vor rund 30 Jahren wurden demnach 18 133 Verdachtsflächen im ganzen Land untersucht. Für Mannheim weist die Statistik 64 Altablagerungen, Altstandorte und Altlasten aus. Von verdächtigen Flächen, Altablagerungen und Altstandorten gibt es laut Landesstatistik in Mannheim ungefähr 2500.

Die Landtagsabgeordneten Helen Heberer, Stefan Fulst-Blei (beide SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) haben mitgeteilt, dass in Mannheim mit dem Geld benzolhaltiges Grundwasser im Umfeld des früheren Gaswerks Luzenberg (geschlossen 1968) und der bereits vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Lindenhof aufgelösten chemischen Fabrik Weyl entgiftet werden soll. Zudem sollen Hinterlassenschaften der ehemaligen chemischen Fabrik Badenia (Industriehafen) genauer untersucht und ein Sanierungsverfahren entwickelt werden.

Chemische Fabrik Badenia: Seit 1880 stellte man zunächst in der Waldhornstraße in Neckarau Dachpappe her. Seit 1936 auf dem Gelände in der Industriestraße, und vor allem nach 1945, entwickelte sich die Firma zu einem großen, weit über Mannheim hinaus tätigen Hersteller von Dachpappe, Isolier- und Klebematerial. Hinzu kamen ein Mineralölhandel mit Tanklager, eine Bitumentankanlage und die Produktion von Gussasphalt. 1994 kaufte Shell das Unternehmen auf, 2007 wurde es endgültig geschlossen. Die Altlasten-Erkundung unter der Regie der Stadt Mannheim ergab eine Belastung mit "teerölspezifischen Schadstoffen". Jetzt soll, so Rathaus-Sprecher Dennis Baranski, mit einem qualifizierten Ingenieurbüro ein "effektives Sicherungs- und Sanierungsverfahren entwickelt und umgesetzt werden".

Gaswerk Luzenberg: Die Altlasten auf dem Areal des 1968 stillgelegten Gaswerks Luzenberg, das inzwischen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut ist, werden seit rund 15 Jahren mit einem speziellen mikrobiologischen Verfahren aufgearbeitet. Bei der Beobachtung der Sanierungserfolge fielen den Behörden auch auf einem benachbarten, ebenfalls zum Gaswerk gehörenden Gelände zur Carl-Zuckmayer-Straße hin hohe Benzol-Konzentrationen bei Grundwasser-Messungen auf. Die vorhandene Aufbereitungsanlage soll nun für die Sanierung des benzolhaltigen Grundwassers mitbenutzt werden.

Chemische Fabrik Weyl: Eine "erhebliche Boden- und Grundwasserverunreinigung" durch die Teerdestillation und -verarbeitung liegt in der heutigen Eschkopfstraße am Pfalzplatz (Lindenhof) vor, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1911 Standort entsprechender Industrieanlagen, zunächst der Firma Propfe, später dann der chemischen Fabrik Weyl. 2016 sollen die Untersuchungen abgeschlossen und eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 24.07.2015

 

15.05.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Die „Himmelskugel“ soll weg

 

Kulturpolitik: Einsturzgefahr – Kunstverein will das Schwemmholz-Werk auf dem Carl-Reiss-Platz in Papier verwandeln

 
 
 
 
 

Im Juni 2014 verstorben: der Künstler und Mediziner Dr. Mo Edoga.

 
 
 

"Nicht geeignet, ewige Zeit durchzuhalten": Die "Himmelskugel" auf dem Carl-Reiss-Platz soll entfernt werden, rechts unten ein Bild von 2005.

© Prosswitz

"Die Stadt ist gefordert und gefährdet!" Auf diesen Punkt brachte es Dr. Rainer Preusche, Ehrenvorsitzender des Kunstvereins. In seiner Ära entstand hinter dem Ausstellungspavillon auf dem Carl-Reiß-Platz die "Himmelskugel" genannte Plastik aus Schwemmholz von Dr. Mo Edoga. Doch nun soll sie weg - aus Sicherheitsgründen. Ein Konzept dazu hat der Kunstverein dem Kulturausschuss des Gemeinderats vorgestellt, der es einhellig billigte.

Das riesige Werk entstand aus einer zunächst kleinen "Himmelskugel", die der Künstler nach seiner Beteiligung an der "Documenta" dem Kunstverein für seinen Innenhof übergeben hatte. Doch das Objekt wuchs immer mehr, war zu Beginn der 1980er Jahre Gegenstand eines kommunalpolitischen Streits. Irgendwann hatte Edoga einfach ohne jegliche Genehmigung begonnen, ständig immer mehr Schwemmhölzer, Zweige und Äste auf der Wiese hinter dem Kunstverein aufzuschichten, diese mit Paketband und Kabelbinder zu verknüpfen (das bezeichnete er als "Ariadnefäden").

Eigentumsrechte unklar

2005 übergab Edoga das mehr als acht Meter hohe Werk, wie er sagte als "Geschenk zum Stadtjubiläum", an den damaligen Oberbürgermeister Gerhard Widder sowie den seinerzeitigen Kulturdezernenten Dr. Peter Kurz. Die Stadt zog - aus Sicherheitsgründen - einen Zaun. Der Künstler arbeitete aber ständig weiter daran, ergänzte da einen Ast, schichte dort Hölzer auf, band sie mal so und wieder anders zusammen - bis kurz vor seinem Tod im Juni 2014 wurde er dort gesehen.

"Seither fällt es immer mehr zusammen, es ist optisch unschön und nicht ungefährlich", so Dr. Andreas Notz, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Kunstvereins. Von einer Kugel könne man "schon lange nicht mehr sprechen", im Holz knacke es und man laufe Gefahr, "dass das demnächst zusammenkracht und dann nur noch entsorgt werden kann", so Notz. Von einem "beklagenswerten Zustand" sprach auch Dr. Martin Stather, der Ausstellungsleiter des Kunstvereins. Das Werk sei "nicht geeignet, ewige Zeit durchzuhalten", ergänzte Preusche: Anfangs habe es ohne Zweifel bundesweit Aufsehen erregt und sei ein bemerkenswertes Kunstobjekt gewesen, langsam werde es jedoch gefährlich.

Dabei ist ungeklärt, wem das Werk überhaupt gehört - und wer damit die Verantwortung trägt. "Dem Kunstverein gehört es nicht", betont Notz. Die Witwe des Künstlers sieht sich nicht als Erbin, weil Edoga die Holzkugel ja offiziell der Stadt geschenkt habe. Darüber berichtete damals zwar der "MM", einen "Vorgang", so Kulturbürgermeister Michael Grötsch jetzt im Kulturausschuss, gebe es darüber aber nicht. "Zur Gefahrenabwehr würden wir aber einschreiten müssen", erklärte der Bürgermeister. Doch weder er noch der Kunstverein wollen es soweit kommen lassen.

Dazu präsentierte der Kunstverein den Stadträten eine Idee. Dabei gehe es "nicht darum, das Werk loszuwerden oder zu entsorgen, sondern in einen neuen Zustand zu transformieren", erklärte Stather.

Der Kunstverein schlägt vor, die Kugel abzubauen, die Äste zu zersäge und aus dem Holz kunstvolles Papier zu fertigen - handgeschöpft, vielleicht in der historischen Anlage im Technoseum. So könne das Kunstwerk "auf besondere Art weiterleben", erklärte Notz: "Wir machen etwas Neues, statt es dem Verfall preiszugeben!" Es werde "in einen anderen Zustand zurückgeführt", beschrieb es Preusche. Die Musiker Erwin Ditzner und Claus Boesser-Ferrari seien bereit, zum Abbau der Kugel und zu Ehren von Edoga ein "musikalisches Event" zu gestalten, teilte Stather mit.

"Sehr gut" fanden nicht allein Bürgermeister Grötsch und ML-Stadtrat Prof. Dr. Achim Weizel die Idee, auch bei anderen Stadträten stieß sie auf großen Beifall. "Genial" lobte Helen Heberer (SPD), "sehr originell" ihre Kollegin Dr. Heidrun Kämper, "richtig toll" Dr. Adelheid Weiss (CDU) und von einer "bestechenden Idee" sprach Dr. Gerhard Schäffner (AfD): "Das würde Edoga gefallen", war er überzeugt. "So wird das Werk nicht zerstört", so Kämper.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.05.2015

 

11.05.2015 in Presseecho von Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Erinnerungen an die Alte Sternwarte

 

Aktionsbündnis: Die neue Außenfassade des barocken Gebäudes wurde gefeiert – mit einem 2,3 Kilometer langen Lichtstrahl

Von unserer Mitarbeiterin Maja Lüken

 

Eine Lichterinstallation, die an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte - das war der Höhepunkt des Sternwartenfestes am vergangenen Samstagabend. Grund der Feier: der Abschluss der Außenrenovierung am Gebäude.

"Als kleines Kind war ich da schon drin", erinnert sich Dieter Frick. Er spricht von "Nostalgie", die er beim Anblick der Alten Sternwarte empfinde. Der Baustil sei toll, und auch die naturwissenschaftliche Bedeutung, die das Gebäude früher gehabt habe. Besonders findet er aber den Lichtstrahl, der nach Einbruch der Dunkelheit an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte. "Das ist genial! Was soll ich sonst dazu sagen? Das passt zu unserer Kulturstadt."

Ein Kilometer langer Lichtstrahl

Der Lichtstrahl war mit zunehmender Dunkelheit immer stärker am Himmel zu sehen - von der Plattform der Alten Sternwarte bis zum nördlichen Einmesspunkt, der Pyramide am Mannheimer Industriehafen.

Früher habe der Meridian dazu gedient, die Gegend zu vermessen, erklärt Unternehmer Rolf Götz, der die Idee für den Lichtstrahl hatte. Zunächst dachte er, es sei einfach, ihn so weit leuchten zu lassen. Doch dann merkte er, dass man für die 2,3 Kilometer eine "richtige Großleistung" braucht. Die Berufsfeuerwehr habe dann geholfen, mit einem 45 Meter hohen Kran eine starke Xenon Lampe auf die Plattform der Sternwarte zu heben.

Anscheinend hat sich der Aufwand aber gelohnt. Jürgen Braunwarth, der eigentlich zum SAP Arena Marathon wollte, fiel der Lichtstrahl am Himmel sofort auf. "Das sieht richtig cool aus", findet der 29-Jährige und staunt. Musikalisch begleitet wurde das Ereignis von der Popakademie. Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Aktionsbündnis "Alte Sternwarte", gab sozusagen das Startsignal zu der Lichtinstallation: "Ich wünsche dem Strahl das richtige Ziel."

Doch bereits lange vor Einbruch der Dunkelheit wurde der Abschluss der Außenrenovierungen an der Alten Sternwarte gefeiert. Ab 16 Uhr konnten Zuschauer bei Musik, Lesungen und Theaterszenen die neue Fassade des Gebäudes bewundern.

"Gerettet" wurde das barocke Bauwerk vom Aktionsbündnis "Alte Sternwarte". Bereits ab 2009 haben sich viele Einzelpersonen, Vereine, Einrichtungen, Unternehmen, die Handwerkskammern, Kultureinrichtungen, Denkmalstiftungen, Lotto Baden-Württemberg, die Behörden, die Stadt, das Land und der Bund zusammengetan und alles versucht in Bewegung zu bringen, was der Sternwarte hilft, so Helen Heberer. "Aus unserer Sicht war es nicht fünf Minuten, sondern wenige Sekunden vor Zwölf", spricht sie den ehemals schlimmen Zustand des Gebäudes an. In einem zweiten Schritt solle nun die Innensanierung voran gehen, und anschließend sei ein kleines Nebengebäude geplant - mit Besuchertoiletten, einer Garderobe und einem Stuhllager. Das Ziel: die Sternwarte öffentlich zugänglich machen.

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.05.2015

 

Landtagswahl 2016