SPD-Sprecherin für Integrationspolitik: Prof. Dr. Heidrun Kämper
Das Wahlprogramm der SPD 2014-2019 im Bereich Integration und Vielfalt
SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim
Standpunkte
SPD-Sprecherin für Integrationspolitik: Prof. Dr. Heidrun Kämper
Das Wahlprogramm der SPD 2014-2019 im Bereich Integration und Vielfalt
Ziel der SPD ist es, den Interessen und Lebensentwürfen der unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen der Stadtgesellschaft Ausdruck zu verleihen, um zu einem Zusammenleben in gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit beizutragen. Kern unserer Politik ist es, Vielfalt nicht defizitorientiert zu betrachten, sondern die Kompetenzen und Potentiale der Menschen in den Vordergrund zu stellen.
Wir setzen uns für eine intensivere vor- und schulische Sprachförderung sowie den Ausbau zusätzlicher Lernangebote an den Schulen ein. Wichtig wird dabei der Ausbau der Lehr- und Beratungsangebote zum Erhalt und Erwerb der Mehrsprachigkeit sein. Auch sind die Eltern hier aktiv mit einzubinden.
Wir setzen uns für Schulungsmaßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung sowie anderer öffentlichen Einrichtungen ein. Insbesondere Führungskräfte sollen zu einer entsprechenden Schulung verpflichtet werden. Ausgebaut werden soll auch das Fortbildungsangebots für Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte im Bereich „Interkulturelle Bildung“. Die Kultureinrichtungen der Stadt sollen sich vermehrt mit der Kultur der Zuwanderinnen und Zuwanderer auseinandersetzen. Zugleich sollen die Zugewanderten verstärkt in die Kultur und Geschichte der „zweiten Heimat“ eingeführt werden.
Wir fordern eine Erhöhung des Personalanteils mit Migrationserfahrung in städtischen Einrichtungen. Die Stadt Mannheim samt ihrer Eigenbetriebe muss sich proportional zum in der Stadtbevölkerung vorhandenen Anteil der Migrantinnen und Migranten öffnen. Repräsentanz muss auch auf der Führungsebene erfolgen. Sprachen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen auf freiwilliger Basis bspw. durch Schilder „Ich spreche…“ sichtbar gemacht werden.
Nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens sollen Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt in die Weiter-, Fort- und Umschulungsmaßnahmen eingebunden werden. Migrantinnen und Migranten sollen beraten und ermutigt werden, ausländische Abschlüsse anerkennen zu lassen.
Bei der Stellenbesetzung dürfen ausschließlich Qualifikation und Berufserfahrung zählen. Anonymisierte Bewerbungsverfahren erhöhen die Chancen von Migrantinnen und Migranten, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.
Um die Vernetzung von Nichtregierungsorganisationen (englisch NGO), Vereinen und Initiativen voran zu treiben, sollen das Budget des Migrationsbeirates als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle und die personelle Ausstattung der städtischen Abteilung „Integration“ entsprechend ihrem Verantwortungsbereich erhöht werden.
Migrantinnen und Migranten sind überdurchschnittlich häufig Zielgruppe von Maßnahmen. Von daher sind Politik, Verwaltung und die Freien Träger aufgefordert, alle Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Nachhaltigkeit hin transparent und evaluiert darzustellen.
Wir verpflichten uns, die Integration der Neu-Einwandernden zu fördern, indem wir bestehende Hilfsangebote vernetzen und ausbauen sowie den Informationszugang erleichtern. Eine gezielte Aufklärung kann vor Ausbeutung durch kriminelle Organisationen und Personen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt schützen. Gegen Kriminelle, die Zuwanderinnen und Zuwanderer ausbeuten, müssen die Ordnungsbehörden konsequent vorgehen.
Die SPD unterstützt die in der schwul-lesbischen Initiative Mannheim organisierten Gruppen in ihrer Arbeit und schätzt das Engagement der Mannheimer LSBTTIQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuell & Queere Menschen)-Community. Mannheim lebt von den Menschen, die für eine Stadt ohne Diskriminierung Stellung beziehen. Daher setzen wir uns für eine stärkere Sensibilisierung und Sichtbarkeit der Vielfalt in unserer Stadt ein. In Mannheim müssen sich Menschen aller sexuellen Identitäten, unabhängig der Herkunft und des Geschlechtes, wohlfühlen.
Wir werben daher für mehr Akzeptanz in der Stadtgesellschaft. In den Bereichen Bildung, Kultur, Sport, Gesundheit und Pflege brauchen wir eine Kultur der Aufklärung, Anerkennung, Akzeptanz und Gleichstellung. Deshalb unterstützen wir die Stadt Mannheim beim Ausbau des Diversity Managements. Wir haben bereits dazu beigetragen, dass eine Anlaufstelle für die LSBTTIQ-Belange geschaffen wird.
Wir fordern die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle als Anlaufstelle für alle Mannheimerinnen und Mannheimer. Alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, die sich diskriminiert fühlen, sollen die Möglichkeit erhalten, sich informieren und beraten zu lassen.
Ein zentrales Fest der Vielfalt soll mit breiter Beteiligung ausgerichtet werden. Es soll der Aufklärung und als Begegnungsort für unterschiedliche Menschen und Gruppen in unserer Stadt dienen.
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