Des Deutschen liebstes Kind – das Auto. Durstig und teuer, gespart wird beim Auto allerdings selten. Wenn, dann durch den Kauf eines kleineren Wagens, beim Verbrauch oder durch weniger Fahren. Gefahren wird dennoch.
Jeder Euro kann aber nur einmal ausgegeben werden.
Die Verteuerung des Autofutters, die Mehrausgaben durch den teueren Sprit, müssen im Wesentlichen anderswo kompensiert werden, zum Beispiel bei den täglichen Ausgaben für die Haushaltsführung und den Lebensunterhalt.
Eine Verbilligung des Sprits durch Steuerreduzierung löst somit das Problem der hohen Benzinpreise nicht - im Gegenteil. Durch die Einsparung an anderer Stelle und durch weniger Kfz-Nutzung gibt es sogar - nachvollziehbar - Steuermindereinnahmen.
Was hilft ist der betriebswirtschaftliche Druck auf die Konzerne, die bei jeder Verteuerung der Preise die Quittung bekommen müssen. Konsequenter Preisvergleich, preiswerterer geringerer Einkauf und damit ein Boykott der vermutlich meist wohl abgesprochenen Preise der großen Ölkonzerne und der teuren Endanbieter, sollte nach einfachen wirtschaftlichen Gesetzen helfen, die Kosten runter zu fahren – zumindest für kurze Zeit.
Denn:
Die Endlichkeit, d. h. die Verknappung des Erdöls durch begrenzte natürliche Vorkommen muss zwangsweise zu steigenden Preisen führen. Alles was selten ist, ist teuer – was hilft sind Alternativen.
Das Alternativ-Programm der SPD bietet hier Lösungen. Kurt Beck hat heute im ZDF ein Beispiel genannt. Alleine durch die Sonne könnte der mehr-tausendfache Energiebedarf gedeckt werden. Das Potenzial für Alternativen ist da. Forschung und Technologie und am Ende die Industrie müssen es konsequent und nachhaltig abschöpfen.
Frank Felgenträger