EU-Parlament verurteilt Äußerungen des ungarischen Premiers zur Wiedereinführung der Todesstrafe und manipulative Volksbefragung zu Migration
Auf Initiative der Sozialdemokraten hat sich das Europaparlament in der heutigen Plenarsitzung klar gegen mögliche Pläne des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zur Wiedereinführung der Todesstrafe und seine umstrittene Volksbefragung in Ungarn zum Thema Zuwanderung positioniert. "Allein schon die von ihm angestoßene Debatte zur Wiedereinführung der Todesstrafe in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist absolut inakzeptabel und wurde deshalb ebenso klar verurteilt wie die von ihm durchgeführte tendenzielle Volksbefragung, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Migration und Terrorismus herstellt. Zuwanderung als Sicherheitsgefahr darzustellen ist insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskatastrophe schlicht schändlich", unterstreicht der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON, der den Entschließungsantrag der sozialdemokratischen Fraktion mit eingereicht hatte.





