
Auf welche Weise lässt sich die Energiewende ökologisch und ökono-misch am besten bewältigen? Und welche der technischen Voraussetzungen hierfür stehen bereits heute zur Verfügung?
SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim
MdB und MdL

Auf welche Weise lässt sich die Energiewende ökologisch und ökono-misch am besten bewältigen? Und welche der technischen Voraussetzungen hierfür stehen bereits heute zur Verfügung?
Diese Fragen erörterte der Mannheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Rebmann während seines Betriebsbesuchs bei ALSTOM in Kä-fertal, wo das Unternehmen Dampf- und Gasturbinen für den Weltmarkt produziert. Zusammen mit dem Finanzvorstand der ALSTOM Deutschland AG, Thomas Kresser, dem Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Rhein-Neckar, Norbert Johnen, sowie Betriebsräten und der Produktionsleitung am deutschen Hauptsitz besichtigte Rebmann die Herstellung von Turbinen für Gaskraftwerke. Diese erfreuen sich weltweiter Nachfrage, da sie wesentlich flexibler einsetzbar sind als Grundlastkraftwerke.
Bei der Besichtigung erfuhr der Bundestagsabgeordnete, dass Aufträge etwa aus Russland, Singapur und weiteren Staaten vorlägen, nicht aber aus der Bundesrepublik. "Um die Energiewende zu bewältigen müssen wir auf einen Energiemix setzen, der neben regenerativen Energien wie etwa Windkraft und Photovoltaik auch verstärkt auf Gaskraftwerke setzt. Diese können einen erheblichen Beitrag zu einer konstanteren Netzauslastung und Energieversorgung auch bei Windflaute oder fehlendem Sonnenschein leisten, indem sie ihre Leistung und damit die eingespeiste Energie in Sekundenschnelle an sich ändernde Gegebenheiten anpassen", so Stefan Rebmann. Für die Investition in Gaskraftwerke gebe es mehrere gute Gründe: Gas sei sauberer als Kohle und es könne schrittweise durch Biogas ersetzt werden, das wiederum regenerativ sei und zum anderen in heimischer Produktion hergestellt werden könne, statt teuer im Ausland eingekauft zu werden. Weitere ökonomische Vorteile bestünden in den geringeren Emissionen, wodurch für den Betrieb von Gaskraftwerken weniger Emissionsrechte notwendig seien. Zudem rechneten sich die höheren Investitionskosten aufgrund der geringeren Betriebskosten und der langen Nutzbarkeit der Anlagen.
"Die technischen Möglichkeiten sind gegeben, und wie die Auftragssituation bei ALSTOM zeigt, gibt es im Ausland auch ein reges Interesse an dieser vergleichsweise sauberen und netzstabilisierenden Technik aus Deutschland. Da ist es angesichts der Herausforderungen durch die Energiewende doch sehr verwunderlich, dass ausgerechnet die deutschen Energieversorger diese Technik nicht stärker nutzen", so Rebmann abschließend.
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