Veranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema „Sport und Integration“
Sport ist mehr als Fitness, Spaß an Bewegung und Wettkampf. Sport vermittelt Werte wie Fairness, Toleranz und Respekt. Sport bringt Menschen zusammen und Gemeinschaft hervor. Insbesondere der Vereinssport ist einer der zentralen Dreh- und Angelpunkte des gesellschaftlichen Zusammenlebens und damit ein wichtiger Eckpfeiler für erfolgreiche Integration.
Gerade in Städten wie Mannheim, wo knapp 200 Nationalitäten vertreten sind, ist der Sportverein ist ein hervorragendes Lernfeld für soziales Miteinander. Dieses Integrationspotential von Sport und die Unterstützung der Sportvereine mit Fördermitteln standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung des Mannheimer SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann und Martin Gerster, sportpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Die Veranstaltung am 7. Dezember eröffnete am Nachmittag mit einem Treffen der beiden Abgeordneten mit Vertretern aus Sport, Verwaltung und Politik in den Räumen des Sportkreises Mannheim. Zusammen mit Rainer Spagerer, ehemaliger sportpolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, einem Vertreter des Fachbereichs Sport und Freizeit der Stadt, den Vorsitzenden des Sportkreises und des Jugendsportkreises, sachkundigen Einwohnern der Stadt Mannheim im Ausschuss für Sport und Freizeit und im Migrationsbeirat sowie den 1. Vorsitzenden der Fußballvereine Phönix02 und Türkspor Hochstätt diskutierten Stefan Rebmann und Martin Gerster über die Integrationsbemühungen Mannheimer Sportvereine und die Zuschüsse von Kommune und Verbänden, um erfolgreiche Vereinsarbeit zu ermöglichen. „Sportvereine können erwiesenermaßen positiven Einfluss auf die Werte und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen nehmen, wobei gute Trainer hier der Schlüssel sind“, so der Mannheimer Abgeordnete Stefan Rebmann. Es gebe hier unglaublich viel Engagement auf Seiten der Vereine, aber letztlich sei es eine Frage der Zeit und ja, auch des Geldes, so Rebmann weiter. Wie die Diskussion zeigte erschweren aufwendige Antragsverfahren, problematische Auflagen und Fördermittelstau oftmals die Umsetzung nachhaltiger Konzepte. Die angeregte Debatte im kleinen Kreis konnten die Teilnehmer an-schließend bei der abendlichen Diskussionsveranstaltung in den Kulturbrücken im Mannheimer Jungbusch fortführen. Dort betonte auch Martin Gerster die Integrationskraft von Sport, insbesondere des Breitensports Fußball: „Die Vereine verfügen über ein ungeheures Integrationspotential nicht nur für Menschen anderer Nationalitäten, sondern für jeden, der sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlt“. Allerdings dürfe man, auch aus aktuellem Anlass, nicht die Augen davor verschließen, dass auch Rechtsextremisten gezielt versuchten, den Sport vor ihren ideologischen Karren zu spannen und die ehrenamtliche Tätigkeit im Sportverein nutzten, um ganz nebenbei ihre rechtsextreme Propaganda zu verbreiten, so Gerster weiter. „Um das Potential der Sportvereine auch in Zukunft zu erhalten müssen wir heute die Rahmenbedingungen schaffen, um ehrenamtliches Engagement im Verein attraktiver und besser vereinbar zu machen. Das berührt verschiedene Bereiche wie die Steuerfreibeträge für Aufwandsentschädigungen, die Arbeitszeitgestaltung, die Ganztagsschule und die wirkliche Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit durch Politik, Medien und Gesellschaft“ resümierte Stefan Rebmann. Die nächste Diskussionsrunde zum Thema „Sport in Mannheim“ ist für Mai 2012 geplant.