Besuch beim DJK Jungbusch
In der zweiten Etappe der SPD-Sporttour Nord am 29.09.2010 war der DJK Jungbusch als wenige Monate alter Sportverein ein Exot unter den von den Gemeinderatsabordnungen besuchten Vereinen. Im Jungbuschzentrum empfingen der Quartiermanager und erster Vereinsvorsitzende Michael Scheuermann, die zweite Vereinsvorsitzende und Leiterin des Internationalen Mädchentreffs Nazan Kappan, Anne Kress vom Bewohnerverein und Fachwart Norman Aschenbach den sportpolitischen Sprecher der SPD Rainer Spargerer und seinen im Jungbusch ansässigen Stadtratskollegen Ullrich Schäfer.
Herr Aschenbach gab zunächst einen Überblick über die aktuelle Situation des Vereins. Das Sportangebot bestehe aus zwei Jungen-Fußballmannschaften, einer gemischten Tischtennismannschaft und einer Mädchenvolleyballmannschaft. Außerdem verwies er auf eine Gymnastikgruppe für Frauen, eine Hip Hop-Tanzgruppe für Mädchen, ein Freizeitsportangebot in Zusammenarbeit mit der Fatih Moschee und Kooperationen mit anderen Mannheimer DJK-Vereinen. Stadrat Ullrich Schäfer, der als Pastor stark in die interreligiöse Jugendarbeit im Jungbusch eingebunden ist, erkundigte sich über die Einbindung der Sportaktivitäten in andere Angebote der Jugendarbeit vor Ort.
Herr Scheuermann bemerkte hierauf: “Wir legen großen Wert darauf, dass wir unser Sportprogramm mit Angeboten des Jungbuschzentrums – zum Beispiel unserem Nachhilfeprogramm- vernetzen. Außerdem sind die im Sportverein Aktiven oft in den Jungbusch-Jugendinitiativen herangewachsen.“ Nazan Kapan erklärte, Sport bei der DJK habe immer auch mit gesellschaftlicher Integration zu tun. Im Wettbewerb würden gegenseitige Vorurteil abgebaut, durch Spiele und Training außerhalb des Stadtteils lernten die Spieler über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und der gesellige Teil des Vereinslebens liefere den Familien im Jungbusch kostbare Informationen über das gesellschaftliche Leben in Mannheim. Michael Scheuermann ergänzte: „Bei einem Sportverein wie unserem ist es auch wichtig, dass die verschiedenen kulturellen Hintergründe genug Spielraum haben und jeder den Mut besitzt, auch mal Spannungen auszuhalten.“ Zum Ende des Gesprächs betonten die beiden Vereinsvorsitzenden, dass es ohne die in diesem Jahr errichtete Jungbuschhalle nicht genug Räumlichkeiten gegeben hätte, um das Vereinsprojekt ins Rollen zu bringen.
Die nötige finanzielle Unterstützung lieferten zur Zeit Spenden durch die Wirtschaft vor Ort, Zuschüsse des DJK und Mittel aus dem Programm „Soziale Stadt“. Bevor die SPD-Delegation zur nächsten Etappe der Tour aufbrach, bot Rainer Spagerer dem Vorstand noch an, zum Förderverein „Anpfiff ins Leben“ Kontakt herzustellen, um zu besprechen, ob man aus diesem Förderkonzept noch Mittel erhalten könne.