
SPD-Fraktion hofft auf Verdoppelung der Fördergelder
Am 05. Oktober hat der Hauptausschuss des Mannheimer Stadtrats das von der SPD-Gemeinderatsfraktion beantragte Förderprojekt „MANNHEIMer Bürgereuro“ mehrheitlich angenommen. Es handelt sich hierbei um einen einmaligen Spendenfördertopf in Höhe von 100.000 Euro, der allen Mannheimer Sport-, Fastnachts- und gemeinnützigen Vereinen zu Gute kommen soll. Für jeden für die Jugendarbeit gespendeten Euro soll aus diesem Topf seitens der Stadt ein Euro dazugelegt werden. Die maximale Förderobergrenze soll pro Projekt bei 500 Euro liegen.
Als Rainer Spagerer und Andrea Safferling, die Sportpolitiker der SPD-Gemeinderatsfraktion, sich über den Beschluss austauschten, stand das Gespräch ganz im Zeichen des Austauschs mit den Vereinen während der Sporttour Nord. Stadträtin Safferling bemerkte: “Es ist schade, dass wir angesichts der klammen Haushaltslage finanziell nicht mehr tun können. Wir hoffen, dass wir mit den beschränkten zur Verfügung stehenden Mitteln die größtmögliche Wirkung erzielen können, da der Bürgereuro sprichwörtlich die Attraktivität des Spendensammelns für die Jugendarbeit verdoppelt.“
Nicht von allen Fraktionen des Gemeinderats wurde die Idee, das Spendenvolumen durch ein 50/50-System zu vergrößern mit Begeisterung aufgenommen. Aus der Reihe der CDU kam der Vorschlag, das zur Verfügung stehende Geld einfach zu gleichen Teilen auf alle Vereine zu verteilen. Fraktionssprecher Dr. Stefan Fulst-Blei entgegnete auf diesen Einwand: “Auf diese Weise würden wir aber nur 100.000 Euro bekommen und nicht 200.000. Man sollte nicht übersehen, dass das Ziel des Projekts ist, Gelder nicht mit der Gießkanne zu verteilen, sondern gezielt die Jugendarbeit zu fördern. Unsere Fraktion vertraut darauf, dass die Vereine das Geld vereinbarungsgemäß in ihre Jugendarbeit investieren.“
Stadträtin Helen Heberer aus der Oststadt freute sich sichtlich über den Beschluss des Ausschusses: „Die Mannheimer Vereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität unserer Jugendlichen und Kinder. Auch respektvolles Miteinander und gesellschaftliche Integration werden dort erlernt. Mit dem von uns aufgelegten Förderprogramm können wir ein Zeichen dafür setzen, dass der wertvolle Beitrag der Vereine zum Leben in unserer Stadt wertgeschätzt wird. “