Wie kann es gelingen, den Menschen echte Perspektiven und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, wo doch immer mehr Beschäftigte befristet eingestellt werden, lediglich Teilzeitstellen erhalten, zu Dumpinglöhnen oder aber als Leiharbeitskräfte arbeiten müssen?
"Wir haben jetzt im wirtschaftlichen Aufschwung die Möglichkeit, gute Beschäftigung zu realisieren. Das gilt zum einen für eine faire Entlohnung abhängig Beschäftigter, zum anderen aber auch für eine verbesserte Qualifizierung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen", so der Mannheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Rebmann bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Fairness auf dem Arbeitsmarkt", zu der er gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Katja Mast (Pforzheim) am Donnerstag, den 17. November ins Gewerkschaftshaus eingeladen hat. Dort diskutierten sie zusammen mit Rolf Schumacher, dem Leiter der Agentur für Arbeit Mannheim, Thomas Weichert, Geschäftsführer des sozialen und ökologischen Markthauses Mannheim und Norbert Johnen, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Rhein-Neckar darüber, wie man die Würde der Arbeit in der sozialen Marktwirtschaft schützen und wie die Spaltung des Arbeitsmarktes verhindert werden kann.
Die stellvertretende Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales, Katja Mast verwies darauf, dass die Bundesregierung mit ihrer konzeptlosen und kontraproduktiven Arbeitsmarktpolitik die Spaltungen am Arbeitsmarkt weiter verschärfe, statt sie zu lösen. "Fairness auf dem Arbeitsmarkt bleibt mit Schwarz-Gelb ferne Utopie, obwohl gerade jetzt die echte Chance besteht, wichtige Reformen anzugehen". Die beiden Sozialdemokraten betonten, dass die Würde der Arbeit dringend existenzsichernde Löhne brauche. Deshalb seien verbindliche, flächendeckende Lohnuntergrenzen statt Placebo-Mindestlöhnen á la CDU-Parteitag notwendig. "Taten statt Worte sind von Angela Merkel und Ursula von der Leyen gefordert - aber sie liefern nicht. Wir als Sozialdemokraten setzen uns dagegen dafür ein, dass Arbeit wieder gute Arbeit wird, also fair bezahlte Arbeit, die mit dem Familienleben vereinbar ist und den Menschen ein Leben lang Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung bietet", so Stefan Rebmanns Resümee.