30 Attraktionen rund um den Hafen kommen für einen Rundgang in Frage.
Die Mannheimer Industrie soll der Bevölkerung mit einem beschilderten Rundgang durch den Industriehafen näher gebracht werden. Über 30 Attraktionen kommen dafür in Frage. Am Dienstag beschloss der Gemeinderat die entsprechende Vorlage einstimmig.
Über 30 Attraktionen kommen in Frage: Was nach grauer Industrie klingt, entpuppt sich als ein Ort voller Geschichte und Tradition: Mit dem Industriehafen lässt sich ein bedeutendes Stück Mannheim auf eine völlig neue Weise entdecken. Dies hat die SPD-Gemeinderatsfraktion erkannt und die städtische Verwaltung aufgefordert, einen Rundgang durch den Hafen zu ermöglichen. Am Dienstag beschloss der Gemeinderat das in Zusammenarbeit mit SPD, Kulturamt, Stadtarchiv und dem Verein Industriekultur Rhein-Neckar entstandene Konzept einstimmig.
Peter Baltruschat, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, erklärt seine Beweggründe, warum er sich für das Projekt einsetzt: „Im Industriehafen stecken so viele Emotionen und Geschichten genauso wie attraktive Bauten. Diese möchten wir erlebbar machen, da sie untrennbar mit der Stadt Mannheim verbunden sind. Dabei wollen wir keine reine Geschichtsstunden und Führungen ermöglichen, sondern zum Nachdenken anregen: Welche Bedeutung spielen Industrie und Hafen für Mannheim? Was lässt sich mit diesem und jenem Gebäude anfangen?“
Neue kulturelle Begegnungsstätten?
Zu bestaunen gibt es in der Tat reichlich: Erinnert sei etwa an das im Jugendstil erbaute und unter Denkmalschutz stehende Elektrizitätswerk, die Diffenébrücke als Eingang in den Hafen oder die Hildebrand Mühle, die ebenfalls teilweise unter Denkmalschutz steht. Deshalb ist SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer froh, dass die vom Gemeinderat genehmigten 40.000 Euro umgesetzt werden können: „Ich freue mich bereits auf die Eröffnung des neuen Rundgangs, die voraussichtlich im September 2014 sein wird. Wir alle werden Mannheim von einer neuen Seite erleben können. Ich hoffe, dass sich neue kulturelle Begegnungsstätten ergeben können, sobald der Industriehafen in einem neuen Licht betrachtet wird.“