Glückstein-Quartier und Soziales als Schwerpunkte
Mancher Gast wunderte sich - entweder bereits, als er die Einladung erhalten hatte, spätestens aber, als die Veranstaltung eröffnet wurde. Denn es war ein gewisser Marcus Butz, der die Einladung zum Lindenhöfer Neujahrstreff unterzeichnet hatte und am vergangenen Montagabend die Begrüßung vornahm.
Die Überraschung ist leicht zu erklären. Denn eigentlich war vor nicht einmal zwei Jahren ein anderer Mann an die Spitze des SPD-Ortsvereins Lindenhof gewählt worden: der damals 29-jährige Andreas Vetter. Beim Neujahrstreff im vergangenen Jahr nahm Vetter charmant die Begrüßung vor, der "MM" titelte: "Generationswechsel gelungen."
Doch Mitte des vergangenen Jahres gab Vetter, von Beruf Bäckermeister und Lebensmittelkontrolleur, seinen Posten ab - aus "persönlichen Gründen", wie es aus Kreisen des Ortsvereins heißt. Horst Wagenblass, der den Ortsverein zuvor 34 Jahre lang geführt hatte, war besonders betroffen; er hatte den "qualifizierten jungen Mann", so der Stadtrat im Interview des "MM", anlässlich der historischen Zäsur persönlich gefördert, sich über den gelungenen Generationswechsel gefreut.
Doch das Leben geht weiter. Bereits im September gab es einen kommissarischen neuen Vorsitzenden: Marcus Butz, geboren in Ulm, seit 1993 in Mannheim und seit 1999 auf dem Lindenhof, seit 2006 Mitglied der SPD. Beruflich ist er als Assistent der SPD-Europaabgeordneten für die Pfalz, Jutta Steinruck, in Ludwigshafen tätig.
Bei den anstehenden Vorstandswahlen Ende Februar soll Butz auch formal zum Nachfolger Vetters gewählt werden. Auch im Bezirksbeirat wird er künftig vertreten sein; seine Partei hat ihn bereits zum Nachfolger für Andreas Vetters Mutter Heike nominiert, die ihren Bezirksbeiratssitz ebenfalls aufgegeben hat.
Schwerpunkte seiner kommunalpolitischen Arbeit sieht Butz in der Herausforderung, die die stadtplanerischen Veränderungen durch das Glückstein-Quartier für den Lindenhof darstellen. Daneben bleibt für ihn das Soziale - Kinderbetreuung und Senioren - immer aktuell. -tin
Mannheimer Morgen
13. Januar 2012