Heberer und Weirauch im Gespräch mit Justizminister Stickelberger (links).
Die Verhandlungen für ein Haus des Jugendrechts in Mannheim stehen nach Informationen der SPD kurz vor einen erfolgreichen Abschluss. "Die Chancen dafür, dass die Landesregierung sich für einen Standort in Mannheim entscheidet, stehen gut", erklären die beiden SPD-Stadträte Helen Heberer (MdL) und Dr. Boris Weirauch.
Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und der jugend- und bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion Lena Kamrad haben sich Heberer und Weirauch in der Vergangenheit dafür stark gemacht, dass Mannheim den Vorzug vor anderen baden-württembergischen Städten erhält. Aus diesem Grunde haben sich die Stadträte noch im Juli mit dem baden-württembergischen Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) getroffen und für einen innerstädtischen Standort in Mannheim geworben.
"Letzte Abstimmungen konnten in den vergangenen Wochen erfolgen; als Standort ist nach unseren Informationen der Komplex des Sparkassen-Gebäudes an der Ecke Schwetzingerstraße und Heinrich-Lanz-Straße in der Schwetzingerstadt vorgesehen", informiert der SPD-Fraktionssprecher für Sicherheit und Ordnung, Dr. Boris Weirauch.
Verzahnung der Behörden wichtiger Vorteil
In einem sog. "Haus des Jugendrechts" arbeiten Polizei, städtische Jugendhilfe und Staatsanwaltschaft zusammen, um Fälle von jungen Straftätern möglichst schnell gemeinsam zu bearbeiten. Die SPD-Kommunalpolitiker konnten sich durch Besuche in anderen Einrichtungen davon überzeugen, dass durch die enge Verzahnung der zuständigen Behörden große Erfolge erzielt werden und die Rückfallquote signifikant gesunken ist. Ein weiterer Aspekt ist die schnellere Sanktionierung von Straftaten, welche durch das unmittelbare Ineinandergreifen der polizeilicher Arbeit und der Jugendhilfe ermöglich wird.
Landtagsabgeordnete und Stadträte sind sich einig, dass das "Haus des Jugendrechts" ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der kommunalen Kriminalprävention in Mannheim wäre.Die Stadträte aus der Schwetzingerstadt, Heberer und Weirauch, sehen speziell für ihren Stadtteil durch die stärkere Präsenz von Polizei und Staatsanwaltschaft ein erhöhtes Abschreckungspotential für potentielle Straftäter.