Wenn man vom Ortseingang Neckarau auf der Friedrichstraße vorbei am Marktplatz und Rathaus Richtung Niederfeld fährt, darf man zuerst 50 km/h, dann ab Marktplatz 30 km/h und nach der Einmündung der Schulstraße wieder 50 km/h fahren. Die Neckarauer SPD fordert aus Sicherheitsgründen für die gesamte Strecke eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
Da in der Nacht zum 4. August die Internet-Meinungsumfrage dergestalt "geknackt" wurde, dass eine Einzelperson viele Male abstimmen konnte, haben wir diese Befragung leider beenden müssen. Der "Hacker" von der Fraktion "Freie Fahrt für freie Bürger" hatte mit einem technischen Trick 34 Nein-Stimmen auf einen Schlag auf 385 erhöht. Schade, dass man mit solchen Methoden eine Meinungsumfrage torpediert und manipuliert!
Dieser Flickenteppich der unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen ist undurchschaubar. Viele Autofahrer übersehen oder ignorieren die kurze 30-km/h-Geschwindigkeitsgrenzung zwischen Marktplatz und Einmündung Schulstraße. Es ist auch kaum zu vermitteln, warum man zuerst 50, dann 30 und dann wieder 50 km/h fahren darf. Mit Ausnahme der Steubenstraße, der Speyerer Straße und der Neckarauer Straße sind für alle Wohnbezirke im Stadtbezirk Neckarau bereits Geschwindigkeitsreduzierungen durch Tempo-30-Zonen eingerichtet worden.
Insbesondere zwischen Marktplatz und Rathaus sowie in der Rheingoldstraße nach der Einmündung der Schulstraße und der anschließenden Sedanstraße bis zum Rheingoldplatz wird häufig sehr schnell gefahren und es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die vom Bezirksbeirat erbetene Öffnung der Wingertstraße zwischen Dorfgärten- und Sedanstraße führt für den Verkehr aus der Wingertstraße immer wieder zu problematischen Situationen, weil es sehr schwierig ist, aus der Wingertstraße zügig in die Rheingoldstraße oder Sedanstraße einbiegen zu können.
Die Strecke zwischen dem Ortseingang an der Neckarauer Straße und der Sedanstraße am Rheingoldplatz ist eine stark frequentierte Straße im Neckarauer Kerngebiet, die auch von vielen Fußgängern - insbesondere von Kindern, Jugendlichen, Behinderten und älteren Menschen genutzt wird. An der gesamten Straßenstrecke befinden sich zwei Kindergärten, eine Schule, eine Seniorentagesstätte, mehrere Einrichtungen für Behinderte, zwei Kirchen und zahlreiche Geschäfte. Das bedeutet, dass viele Menschen diese Straße queren und bei zu schnell fahrenden Autos immer wieder ein hohes Unfallrisiko besteht. Deswegen muss die Sicherheit die höchste Priorität haben. Die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ist ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für die Fußgänger sowie ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung eines Unfallrisikos. Es geht auch um den Schutz und die Sicherheit der zahlreichen Radfahrerinnen und Radfahrer auf dieser Straße.