Stadträtin Kämper, integrationspolitische Sprecherin
Ein besonderes Fastenbrechen fand am 19. Juni in Mannheim statt. Auf Initiative von Stadträtin Prof. Dr. Heidrun Kämper kamen in der Fatih Moschee der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) Gläubige verschiedenster Religionen zu einem gemeinsamen Fastenbrechen zusammen.
Den interreligiösen und interkulturellen Dialog fördern
„Ich fand die vom israelischen Generalkonsul Dr. Dan Shaham bei seinem letztjährigen Mannheim-Besuch geäußerte Idee, in Mannheim ein interreligiöses Fastenbrechen zu veranstalten, eine wundervolle Idee. Ich bin sehr glücklich, dass es gleich dieses Jahr gelungen ist, Muslime, Juden und Christen an einen Tisch zu bringen“, zeigt sich die integrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion sehr zufrieden mit der Premiere. Ihr Ziel ist es, den jüdisch-islamischen Dialog voranzubringen. Unterstützt wird sie dabei u.a. von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und ihrer SPD-Kollegin im Gemeinderat Marianne Bade.
Ein guter Ansatz sind konkrete gemeinsame Projekte
Der Abend war von einer Atmosphäre der Freundschaft und der Offenheit geprägt. Da waren sich alle Anwesenden einig - von Dr. Shahan und Oberbürgermeister Dr. Kurz über den Vorsitzenden der Fatih Moschee Kurban Sarigul und den Generalsekretär der IGMG Bekir Altas bis zum Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Mannheim Majid Khoshlessan. Einig waren sie sich auch, dass insbesondere in Zeiten zunehmender politischer Polarisierung und wachsender Aggressivität im politischen Diskurs die interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit eine neue Bedeutung und Funktion bekomme. „Ein guter Ansatz ist hier das geplante Abwasserprojekt, das die Stadt Mannheim zusammen mit der israelischen Partnerstadt Haifa und dem palästinensischen Hebron verwirklichen möchte“, erklärt Stadträtin Kämper. „Dass sich auch die Mannheimer islamische Gemeinde daran beteiligen will, ist ein wichtiger Schritt, um den jüdisch-muslimischen Dialog zu stabilisieren.“
Auch Dr. Shaham betonte, dass es ihm um gemeinsame konkrete Projekte gehe. Das schaffe Vertrauen und Verständnis füreinander. Er lud die Mannheimer islamische Gemeinde nach Israel ein und es wurden bereits Pläne zur Verwirklichung dieser Einladung gemacht.
Zu der Veranstaltung s. auch den Bericht im SWR-Fernsehen