
Die SPD diskutierte die Zukunft des Quartiers
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Die SPD diskutierte die Zukunft des Quartiers
Vom Amüsierviertel am Hafen entwickelte sich der Jungbusch seit Anfang der 90er Jahre schnell zum “kreativen Melting-Pot” der Stadt. Grund genug für die SPD zu einer Podiumsdiskussion ins Cafe Nelson zu laden, um über Chancen und Risiken der Veränderungen im Stadtteil zu diskutieren, schließlich hat sich das Gesicht des Stadtteils in den letzten 15 Jahren massiv verändert. Die Ansiedlung des Studentenwohnheims in der Hafenstrasse, der Bau der Popakademie und des Musikparks hat einen ungebremsten Zuzug von neuen Bewohnern gefördert und neuerdings ist es wieder schick, im Jungbusch auszugehen.
Deshalb hatten SPD-Bezirksbeirat Kayed Sagalla und der kulturpolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion Peter Baltruschat ein hochkarätiges Podium von Kulturschaffenden und Kulturexperten zusammengerufen, um mit ihnen über das „Ausgehen im Jungbusch“ zu diskutieren. Mit Sebastian Dresel (Beauftragter für Musik und Popkultur), Janina Klabes (My Baby wants to eat your pussy & Popakademie), Eric Carstensen (Bildender Künstler & Einer der Strümpfe Macher) und Eric Schweppe (Onkel Otto Bar) hatten die Sozialdemokraten Bewohner und kulturelle Gestalter des Stadtteils eingeladen, die den Wandel der letzten Jahre auch aufgrund ihres beruflichen Werdegangs repräsentieren.
Dass die Veranstalter mit dem Thema ins Schwarze getroffen hatten, zeigte der gewaltige Andrang an Interessierten. Kein Platz war mehr im Nelson zu finden und Alex Groß, gastgebender „Bar-Pionier“ der ersten Stunde, hatte alle Hände voll zu tun. Von Anfang an ging es in der Diskussion zur Sache. Direkt und ohne Blatt vor dem Mund kreuzten sich die Argumente. Es lag produktive Spannung in der Luft, wenn ein junger Kitz-Rapper mit Eric Schweppe über seine Türpolitik in der Onkel Otto Bar philosophierte. Metzger Herrmann wünschte sich mehr Gemeinschaftssinn von den Zugezogenen und vermutete Geschäfts- und Kommerzinteressen hinter dem neuen Andrang im Jungbusch. Das Podium gab sein Bestes. Schweppe macht klar, wie das Bar-Geschäft läuft; Janina Klabes machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube und warb mit ihrer Liebe zum Jungbusch für mehr Aufgeschlossenheit bei den Alteingessenen, Eric Carstensen schuf mit einigen fein gezogenen Argumenten die Vision von einen Projekt- und Kulturraum Jungbusch, und Sebastian Dresel verband die Zukunft des Quartiers mit der Leitidee des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz „Kulturhauptstadt 2020“.
Eine harmonische Note erhielt der Abend schlussendlich als sich Janina Klabes nach getaner Arbeit neben Metzger Hermann setzte und beide sich in Ruhe das Wort gaben. Auch der junge Rapper eroberte mit eigenen Beats das Podium und gab dem Abend mit einigen kräftigen Reimen über das Leben im „Busch“ einen krönenden Abschluss.
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