
SPD lud zum Informations- und Diskussionsforum
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SPD lud zum Informations- und Diskussionsforum
Hauptschule oder Werkrealschule neuen Typs oder Hauptschule mit alter Werkrealschule oder Haupt- und Werkrealschule und Realschule unter einem Dach oder lieber gleich ganz was Neues – die Entscheidungsträger in den Kommunen sind derzeit nicht zu beneiden. Innerhalb kürzester Zeit sollen sie wichtige Weichen für die künftige Entwicklung der Schullandschaft stellen. „Das bereitet uns schon Kopfzerbrechen, wie wir unter dem enormen Zeitdruck, den Stuttgart auf uns ausübt, für die Zukunft tragfähige Entscheidungen treffen sollen“, bekannte der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei gleich zu Beginn einer Veranstaltung im Ratssaal des Stadthauses.
Dorthin hatte die SPD Rektor(innen), Lehrerkollegien, Personalräte, Elternvertreter, Bezirksbeiräte, Vertreter Freier Träger und Verbände geladen, um deren Meinung zur anstehenden Umwandlung von Hauptschulen in neue Werkrealschulen zu hören. Sie alle sind betroffen und sollen Gehör finden, auch wenn die Zeit drängt. Denn bis Ende November wird der Gemeinderat darüber entscheiden müssen, welche der 20 Mannheimer Hauptschulen schon zum Schuljahr 2010/11 als neue Werkrealschulen starten können. Sollen es acht Schulen sein, wie die Verwaltung vorschlägt, oder erst mal nur sechs oder vier?
Welche Folgen hat es für die anderen Schulen, wenn einige Hauptschulen Werkrealschule werden, an der man einen mittleren Abschluss erreichen kann? Welche Auswirkungen hätte eine Fusion von Hauptschulen, um die für eine Werkrealschule notwendige Größe (stabile Zweizügigkeit der Klassen) zu erreichen? Was bedeutet die Einführung der Werkrealschule für den Schülerverkehr und die Versorgung mit Schulraum? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Berufsfachschulen, die die neuen Werkrealschüler in Klasse 10 an zwei Tagen in der Woche besuchen sollen? Ließen sich nicht sinnvolle Modelle der Kooperation von Haupt- und Realschulen denken?
Fragen über Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Das wissen auch Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer, der Rektor der Humboldt-Hauptschule Harald Leber, der Vorsitzende des Gesamtelternbeirates Mannheim Matthias Mackert und der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Frank Mentrup, die auf dem Podium saßen und ihre Sicht der Dinge darlegten. Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei und seine Stadtratskolleginnen und –kollegen hörten ganz genau zu, was diese und andere Teilnehmer der Veranstaltung zu sagen hatten.
„Wir wollen den Strukturwandel in der Mannheimer Schullandschaft umsichtig und unter Abwägung aller Fakten angehen“, versprach Fulst-Blei am Ende einer interessanten Aussprache. Gleichzeitig lud er dazu ein, den Diskussionsprozess mit der Politik weiterzuführen. Das Thema wird in der nächsten Sitzung des gemeinderätlichen Bildungsausschusses am 12. November wieder auf der Tagesordnung stehen.
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