Header-Bild

SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

25. Neujahrstreff des SPD-Ortsvereins bringt neuen Chef und hochwertiges kulturelles Programm

Ortsverein

Generationswechsel gelungen

Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß

Es ist ein außergewöhnlicher Neujahrstreff der SPD Lindenhof in diesem Jahr. Zum einen, weil es der 25. ist, und er damit Jubiläum feiern kann. Zum anderen aber auch, weil erstmals seit einem Vierteljahrhundert nicht Horst Wagenblaß die Verantwortung dafür innehat.

Bekanntlich hat der Kommunalpolitiker vor einem Jahr den Vorsitz des Ortsvereins nach 34 Jahren abgegeben. Nachfolger ist Andreas Vetter, der mit seinen 30 Lenzen noch gar nicht geboren war, als Wagenblaß den Vorsitz übernommen hatte. So etwas nennt man einen deutlichen Generationswechsel.

"Es ist natürlich schwierig, ein Amt zu übernehmen, das der Vorgänger 34 Jahre innehatte", bekennt der neue Chef, als er in sympathisch-zurückhaltender Art die Begrüßung vornimmt. Er versichert, trotz seiner Anstellung bei der Stadt - der gelernte Bäckermeister ist Lebensmittelkontrolleur - die Interessen des Lindenhofs gegenüber der Verwaltung engagiert zu vertreten: "Ich kann Beruf und Politik auseinanderhalten. Ich hoffe, mein Dienstherr kann dies auch", meint er vieldeutig. Und als er sich einmal verspricht, scherzt er: "Ich fang' ja schon an wie der Horst."
Meerfeldstraße bleibt Sorgenkind

Dieser versichert, sich auch weiterhin für den Lindenhof einzusetzen: "Als einziger Stadtrat im Stadtteil spüre ich die Verantwortung." Die Aufgaben gehen nicht aus: "Größte Sorge bleibt die Zukunft der Meerfeldstraße", meint Wagenblaß. Nach dem Auszug einiger Discounter droht hier der "Fall in die Provinzialität". Die Eigeninitiative der Gewerbetreibenden sei ein gutes Zeichen.

Die Meerfeldstraße könne nur gerettet werden, wenn es eine enge Verbindung des neuen Quartiers "Mannheim 21" und des alten Lindenhofs gebe, zeigt sich Wagenblaß überzeugt. Der Hanns-Glückstein-Platz und das Lokschuppen-Ensemble könnten hier wichtige Scharniere bilden. Diese Verbindungsfunktion dürfe jedoch nicht durch zu massive Bebauung an diesen Stellen verhindert werden: "Die Sichtachse muss frei bleiben", fordert Wagenblaß.

Zum zweiten plädiert der SPD-Politiker für eine soziale Durchmischung des neuen Quartiers. Junge Familien fänden auf dem Lindenhof schon heute kaum finanzierbaren Wohnraum. Wagenblaß fordert, einen Teil der Grundstücke den Wohnungsbaugesellschaften zu geben.

"Wir nehmen die Sorgen sehr ernst", versichert Baubürgermeister Lothar Quast. Dadurch, dass ein Großteil der Grundstücke der Stadt gehöre, habe diese auch die Möglichkeit, entsprechend Einfluss zu nehmen. Quast bittet aber auch um Verständnis, dass auf eine kommerzielle Vermarktung nicht verzichtet werden könne, um zumindest einen Teil der 60 Millionen Euro wieder hereinzuholen, die die Stadt in die neue Infrastruktur investieren muss.

Und damit ist schon Schluss mit den Reden, und die Bühne der Lanz-Kapelle gehört Regina und Hugo Steegmüller. Mit einem vor allem musikalischen Programm durch die Epochen begeistern sie die zahlreichen Besucher - vom "Kleinen grünen Kaktus" und "Adieu, mein kleiner Gardeoffizier" über die "Beine von Dolores" und die "Capri-Fischer" bis zu "Mannem is schä". Dem Ort des Geschehens wird dies auf "Lindehof is schä" abgewandelt.

Mannheimer Morgen
12. Januar 2011

Bilder finden sie >>Hier<<

 

Homepage SPD Lindenhof-Almenhof

 

Landtagswahl 2016