Boris Weirauch. SPD fordert Eingreifen
Angesichts der Beschwerden von Anwohnern und Gewerbetreibenden in der Umgebung des Rathauses in E 5 fordert die SPD-Gemeinderatsfraktion nach einem Ortstermin die Stadtverwaltung auf, unter Einbeziehung des Mannheimer Drogenvereins, dem "Runden Tisch Drogen" und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordbadens, die dortige Situation zu entschärfen.
Grund für die Beschwerden sind verstärkte Belästigungen von Anwohnern und Gewerbetreibenden durch alkoholisierte bzw. unter dem Einfluss anderer Drogen stehende Personen. Vermutet wird ein ursächlicher Zusammenhang mit der benachbarten Methadonpraxis im Quadrat D 7.
Mehr Beschwerden durch Bewohner
"Der Zustand kann nicht länger hingenommen werden", zeigt sich der SPD-Fraktionssprecher für Sicherheit und Ordnung, Dr. Boris Weirauch, entschlossen. Erschwerend hinzu kommt, dass sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zwei Schulen befinden und auch die Schüler unter der Problematik zu leiden haben. "Sofern eine Verlegung der Methadonpraxis nicht sachgerecht erscheint, sollte der verstärkte Einsatz von Streetworkern in Betracht gezogen werden und zugleich eine verstärkte Überwachung durch den Kommunalen Ordnungsdienst und die Polizei erfolgen", erklärt der SPD-Stadtrat weiter
. SPD drängt auf Verbesserungen
Zudem schlägt die SPD-Gemeinderatsfraktion in einem aktuellen Antrag im Gemeinderat vor, bauliche Veränderungen vorzunehmen, um ein bessere Überschaubarkeit der Örtlichkeiten zu garantieren. Für die SPD-Gemeinderatsfraktion ist es unstreitig, dass die Einrichtung der Methadonpraxis einen wichtigen und erfolgreichen Beitrag zur Drogenprävention und Behandlung drogenkranker Menschen leistet. Ungeachtet dessen, ob die Umstände in E 5 tatsächlich auf die räumliche Nähe der Praxis zurückzuführen sind, muss dafür Sorge getragen werden, dass die Begleitumstände einer solchen Praxis gemeinverträglich sind.