
Die SPD-Gemeinderatsfraktion in der Diskussion mit dem Ersten Bürgermeister
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Die SPD-Gemeinderatsfraktion in der Diskussion mit dem Ersten Bürgermeister
In ihrer Sitzung am Montag ließ sich die SPD-Gemeinderatsfraktion aus erster Hand vom Ersten Bürgermeister Specht über Planung und Konzeption zur Verlegung des Standortes der Bürgerdienste Neckarau unterrichten. Zu Gast der Fraktion waren die Vertreter der im jetzigen Standort der Bürgerdienste beheimateten Vereine. Neben den Vorstandsmitgliedern des Vereins Geschichte Alt Neckarau Helmut Wetzel, Klaus Curth, Helmut Gründler und Wolfgang Reinhard kamen auch die erste Vorsitzende des Vereins Adoptiv- und Pflegefamilien Mannheim e. V. (APFEL) Christine Kübler und der Kreisvorsitzenden der Siebenbürger Sachsen Hans-Holger Rampelt.
Als Vertreter des SPD-Bezirksbeirates und Ortsvereins nahmen Matthias Kohler, Karin Steffan und Rosemarie Rehberger an der Sitzung teil und informierten sich über die Vorstellungen der Verwaltung.
Specht machte schnell deutlich, dass er die weitere Nutzung des Rathauses Neckarau als Standort der Bürgerdienste für unrealistisch hält. Seines Erachtens haben sich die Nutzungsanforderungen an Bürgerdienste grundsätzlich geändert. Die Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs sei heutzutage ein Muss für jedes Verwaltungsgebäude. Aus Gründen des Denkmalschutzes sei der Aufwand für die Bereitstellung eines barrierefreien Zugangs hier jedoch besonders hoch. Zudem sei an eine Ausdehnung der Dienstleistungen des Bürgerdienstes im Alten Rathaus aufgrund der Gebäudesituation kaum zu denken.
Die Stadtverwaltung überlegt deshalb in das ungenutzte Gebäude auf dem Seilwolff-Gelände zu ziehen. Das dortige Gebäude steht zwar schon seit Jahren leer, aber es ließe sich den modernen Bürgerdienstanforderungen entsprechend ausrüsten. Der Kämmerer schloss seine Ausführungen mit dem Versprechen, dass auf die Vereine keine höheren Kosten zukommen. SPD-Stadträtin Helen Heberer sieht die Verwaltung in der Pflicht, die Bürgerschaft frühzeitig in den Planungsprozess zu integrieren. „Wir brauchen ein neues Verständnis von Politik, dass die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mit einbezieht und ernst nimmt. Sonst verlieren wir unsere Aktiven vor Ort, die das eigentliche Rückrad des kommunalen Lebens sind.“ Wie notwendig der Dialog mit den Bürgern ist, zeigte sich an der Reaktion der Anwesenden Vereinsvertreter, die sich angesichts der deutlichen Worte des Bürgermeisters fragten, wie es mit Ihren Vereinsaktivitäten weitergehen soll.
Bisher zahlten die Vereine zwar keine Miete, kamen aber für die notwendigen Renovierungsmaßnahmen in den genutzten Räumen auf. Im Laufe der Jahre summierten sich die Ausgaben auf einen sechsstelligen Betrag, der in die Räume investiert worden sei. Dazu komme natürlich noch eine Menge bürgerschaftlichen Engagements.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Fulst-Blei forderte in seiner Zusammenfassung von Specht eine Lösung mit der alle leben können: „Wir brauchen eine tragfähige Konzeption in Neckarau: Für den Bürgerdienst und für die Vereine. Von daher verstehen wir als SPD-Gemeinderatsfraktion das heutige Gespräch mit der Verwaltung auch als ersten Aufschlag zur Erstellung einer zeitnahen Konzeption für Neckarau.“
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