Header-Bild

SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Wie geht es weiter mit den Hauptschulen in Mannheim?

Pressemitteilungen

SPD will einen umsichtigen Strukturwandel der Mannheimer Bildungslandschaft

„Das Land bringt uns wieder einmal mit seiner Schulpolitik in die Bredouille“, ärgert sich der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei. „Am 30. Juli, dem ersten Tag der Sommerferien im Land, beschließen CDU und FDP in Stuttgart die Einführung der neuen Werkrealschule, und dann sollen die Kommunen hopplahopp über die Umwandlung ihrer Hauptschulen in Werkrealschulen befinden.“ Schon Mitte November steht im Gemeinderat die Entscheidung über die Überführung von Haupt- in Werkrealschulen an.

Denn bis zum 15. Dezember muss die Stadt die Anträge beim Regierungspräsidium einreichen. „Hier geht es aber nicht darum, einigen Schulen ein neues Profil zu geben, es werden vielmehr Weichen für die ganze Mannheimer Schullandschaft gestellt“, betont Fulst-Blei die Bedeutung des Vorgangs. Die Etablierung auch nur einiger Werkrealschulen berührt die Existenz von Hauptschulen überhaupt. Denn der Drang weg von der herkömmlichen Hauptschule – leiste sie auch noch so gute Arbeit – wird sich mit der Werkrealschule, die sowohl den Hauptschulabschluss nach fünf Jahren als auch einen mittleren Bildungsabschluss nach sechs Jahren anbietet, verstärken und gerade kleine Hauptschulen in ihrer Existenz bedrohen.

„Wir sollten hier nichts überstürzen“, plädiert der Fraktionsvorsitzende für eine umfassende Diskussion mit allen Betroffenen, auch wenn die Zeit drängt. Schulleitungen, Schüler, Eltern und Bezirksbeiräte sollen mit ins Boot und gemeinsam mit Politik und Verwaltung über die Zukunft der Mannheimer Hauptschulen beraten. Am Ende müsse ein tragfähiges Konzept stehen, das für möglichst viele Schulen eine Perspektive biete. Am liebsten wäre der SPD sowieso eine zehn-jährige Schulzeit für alle und eine Schule, die den Hauptschul-, den Werkrealschul- und den „echten“ Realschulabschluss anbietet; (als Zwischenlösung käme auch eine enge Kooperation von Haupt- und Realschulen an einem Standort in Frage.) Das ist derzeit im Land aber nicht durchsetzbar. „So müssen wir mit dem leben, was die Mehrheit in Stuttgart entscheidet“, zeigt sich Fulst-Blei unzufrieden.

Nichtsdestotrotz wird sich die SPD rasch des Themas gemeinsam mit Bürgermeisterin Warminski-Leitheußer annehmen. Für den 20. Oktober lädt die Gemeinderatsfraktion zu einer Veranstaltung in den Ratssaal ein. Dann heißt es: Wie geht es weiter mit den Mannheimer Hauptschulen? die SPD hofft auf große Beteiligung und einen konstruktiven Dialog.

 

Homepage SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim

 

Landtagswahl 2016