
Die Jusos im Kreisverband Mannheim haben am Dienstag, den 16. Februar, ihre jährliche Jahreshauptversammlung veranstaltet. Auch die Wahlen für den neuer Kreisvorstand standen an. Über 100 Mitgliedern der Jusos fanden dafür den Weg ins Gewerkschaftshaus. In einer Kampfkandidatur um die Doppelspitze wurden der 20-jährige VWL-Student, Matthias Zeller, mit 67,3% der Stimmen zum Vorsitzenden gewählt. Zur Vorsitzenden wählten die Jusos die in Mannheim wohnhafte Heidelberger Studentin der Bildungswissenschaften Zarife Türk (26) mit 64,4% Zustimmung. Amtsvorgänger Matthias Rudolf hatte für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung gestanden. Türk und Zeller konnten sich damit beide gegen ihre jeweiligen Gegenkandidaten um den Vorsitz, Christian Kreklau und Clara Franziska Kopiez, durchsetzen.
„Wir müssen uns aktiv mit dem Abbau von Arbeitsplätzen wie bei XXXL oder Alstom beschäftigen und uns mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern solidarisieren!“, sagte Zeller in seiner Kandidaturrede. Darüber hinaus forderte er die Verbesserung des Bildungs- und Wissenschaftsstandortes Mannheim und kündigte eine vertiefte Arbeit mit der Juso-Hochschulgruppe der Universität an. „Für unsere Stadt ist es ist wichtig, die Jugend zu beteiligen. Die Jusos sind wichtiger Impulsgeber für die SPD und gerade die Interessen der jungen Bürgerinnen und Bürgern wollen wir in der kommunalen Politik, vor allem in der SPD, vertreten“, beendete Zeller die Rede an die anwesenden Mitglieder.
Zarife Türk verkündete ihr Ziel, die politische Arbeit und den Einsatz der Jusos Mannheim weiter auszubauen, um die Stadt lebenswerter für alle Einwohner zu machen. Dabei betonte sie die Vielfalt in Mannheim, die gefördert werden soll, um die gelungene Integration neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verwirklichen. Sie sagte: „Mannheim ist eine multikulturelle Stadt und diese Vielfalt gilt es zu fördern. Dabei lassen wir uns nicht von den Scharfmachern der AfD einschüchtern. Wir wollen Freiheit und Vielfalt in unserer Stadt“.
Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Christian Kreklau, Estelle Prueske, Jacob Waiß, Paul Widera und Murat Yücel gewählt. Ein Arbeitsprogramm für das gesamte Jahr wurde von ihnen im Vorfeld erarbeitet, gemeinsam vorgebracht und beschlossen. Hier wurden Themen wie die „Arbeit gegen Rechts“, „Wirtschafts- und Finanzpolitik“ und „Internationale Politik“ als wichtige Themen festgehalten.
„Wir sind bereit für die Landtagswahl am 13. März und werden alles geben“, ließ der neu gewählte Vorstand zum Ende der Veranstaltung wissen. „Unser ,30 Tage für Stuttgart‘- Programm wird uns und der Partei Rückenwind geben.“





