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Waffenexporte ins südliche Afrika: Ein Geschäft mit dem Tod

Ankündigungen

Vortrag mit Journalisten aus Angola im Haus der Jugend
Montag, 5. März 2012, um 19 Uhr in C 2, 16-19

Die Exporte von Kriegswaffen und Rüstungsgütern nehmen kontinuierlich zu. U-Boote und Kriegsschiffe, Kampfjets und Militärhubschrauber, Panzer und Raketenwerfer, Sturmgewehre und Maschinenpistolen, Lizenzen zur Waffenproduktion und ganze Rüstungsfabriken werden in alle Welt exportiert. Zu den Empfängern zählen Diktaturen und autoritäre Regime in Afrika, Asien oder Lateinamerika, die die Menschenrechte mit Füßen treten.

Nach Angaben des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI haben sich die deutschen Rüstungsexporte zwischen 2005 und 2009 gegenüber den Vorjahren mehr als verdoppelt. Von 2001 bis 2009 wurden Rüstungsexportgenehmigungen für insgesamt 63,8 Milliarden Euro erteilt. Deutschland ist der größte Waffenexporteur der Europäischen Union und liegt hinter den USA und Russland weltweit an dritter Stelle der Waffenlieferanten.
Die Folgen der Rüstungsexporte sind für die Menschen in den Empfängerländern verheerend: Bestehende Konflikte werden verstärkt und eskalieren häufig gewaltsam. Unzählige Menschen werden getötet, verwundet, vertrieben oder erleiden schwere Traumata. So sind ungezählte Kriegsopfer Folge der guten Exportgeschäfte deutscher Waffenproduzenten. Was das konkret für die Menschen in den Empfängerländern bedeutet, will das Friedensplenum Mannheim am Beispiel einiger Länder des südlichen Afrikas deutlich machen. Der aus Angola stammenden Kriegsdienstverweigerer und Journalisten Emanuel Matondo konnte als Referent gewonnen werden. Er arbeitet seit Jahren zu Themen wie Krieg, Militär, Rüstungsexporte, Korruption und den sich in den Gesellschaften des südlichen Afrikas dagegen entwickelnden Widerstand.
Der Journalist Emanuel Matondo berichtet am Montag, 5. März 2012, um 19 Uhr im Mannheimer Haus der Jugend in C2, 16-18. Veranstalter ist das Friedensplenum Mannheim in Kooperation mit: Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Mannheim, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Mannheim und der Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Baden (KDA)

Weitere Informationen unter: http://www.connection-ev.de/index.php
www.frieden-mannheim.de

 

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