Amtsblatt 34/2012: Zahlreiche Konversionsveranstaltungen laden in den kommenden Wochen und Monaten zum Mitmachen ein: Der Abzug der amerikanischen Streitkräfte löst eine einmalige Fülle an interessanten und offenen Diskussionen in Mannheim aus, Politik und Bürger haben das Zepter in der Hand.
Die amerikanischen Streitkräfte verlassen nach und nach die Kasernen in Mannheim, die militärischen Flächen werden bis 2015 geräumt – und die ganze Stadt diskutiert über die Zukunft der frei werdenden Anlagen.
Offener Prozess zum 2. Weißbuch
Bereits über 1.000 Ideen sammelten die Bürgerinnen und Bürger im 1. Weißbuch zur Konversion. Derzeit werden die Hauptideen wie Bundesgartenschau und Grünzug von Fachleuten auf ihre technische Machbarkeit geprüft und erste Kostenschätzungen erstellt. Anschließend wird auf diesen Grundlagen die Umsetzung diskutiert. Bis zum Ende des Jahres 2012 könnten im Gemeinderat mit dem 2. Weißbuch erste Entscheidungen für oder gegen bestimmte Projekte fallen. Danach könnte mit verbindlichen Planungen begonnen werden.
Ralf Eisenhauer, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, sieht mit Spannung den kommenden Monaten entgegen: „Ich freue mich auf interessante Veranstaltungen und hoffe, dass sich viele Mannheimerinnen und Mannheimer beteiligen. Schließlich ist noch nichts entschieden. Wir, die gewählten Vertreterinnen und Vertreter, haben gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern das Zepter in der Hand.“
Götz: Offenheit und Transparenz einmalig
Zum Mitmachen gibt es zahlreiche Gelegenheiten: Bereits am kommenden Samstag tagt von 10 bis 13 Uhr der Runde Tisch zum Gemeinschaftlichen Wohnen im Stadthaus. Am 28. September trifft sich die Bürgerplattform „Grünzug Mannheim“. Zwei Tage zuvor lädt um 19 Uhr das Projekt „Zeitstrom“ ein, um über eine Art Museumspfad für die Kasernen zu sprechen. Am 17. Oktober gibt es um 18 Uhr ein „Hearing“ zur Bundesgartenschau. Ein weiterer Höhepunkt ist das für den 21. Oktober angesetzte Bürgerfest auf dem Turley-Gelände. Viele Termine kommen in den nächsten Wochen dazu. Diese gibt das Konversionsbüro der Stadt bekannt (www.mannheim.de/konversion). SPD-Konversionsexperte Reinhold Götz ist zuversichtlich: „Die Offenheit und Transparenz dieses Prozesses ist einmalig. Noch nie hat es so viele Chancen zum Mitmachen gegeben. Und weitere folgen.“
Eisenhauer: Gestalten Sie mit!
So entwerfen gerade vier Planungsbüros in einem iterativen (= schrittweisen) Prozess gemeinsam ein mögliches Konzept für das Benjamin-Franklin-Village, das anschließend von den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert wird. Im nächsten Schritt wird das Konzept überarbeitet und erneut öffentlich besprochen. Die Veranstaltungen dafür sind noch nicht datiert. Eisenhauer appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Sie entscheiden in den kommenden Wochen und Monaten mit, wie wir unsere Stadt gestalten. Noch stehen uns alle Möglichkeiten offen. Lassen Sie sich diese Gelegenheiten nicht entgehen. Betreten wir gemeinsam Mannheims Neuland.“
Gemeinsam Neuland betreten: Stadräte Götz und Spagerer auf den Hammonds Barracks.