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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Statistik: Geschlechter, Alter, Berufe und Vororte der Mitglieder des Gemeinderates unter die Lupe genommen

Presseecho

Das neue Stadtparlament - jünger und weiblicher

Es geht langsam, ja, aber es bewegt sich: wieder etwas jünger, wieder etwas weiblicher ist er geworden, der neue Mannheimer Gemeinderat. Wir haben ihn mal statistisch etwas unter die Lupe genommen.

48,9 beträgt das durchschnittliche Alter der Mitglieder des Stadtparlaments. Nach der Wahl vor fünf Jahren lag der Mittelwert der 48 Stadträte noch bei 51,1. Die Mannheimer Bürger selbst sind dagegen deutlich jünger - laut Zahlen der städtischen Statistikstelle beträgt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung 42 Jahre.
Oststadt und Feudenheim

Immerhin elf Mitglieder des Gremiums sind unter 35 Jahren - also noch "jugendlich", geht man nach der offiziellen Altersgrenze der Jugendorganisationen der Parteien. Der Anteil der Rentner hat sich um einen auf acht erhöht - geht man nach der offiziellen Pensionierungsgrenze von 65. Der Frauenanteil ist erneut leicht gestiegen: Nahm er nach der Wahl 2004 bereits von 13 auf 15 zu, sind es nun 17 Frauen unter 48 Stadträten - aber immer noch wenig, wenn man bedenkt, dass es in Mannheim mehr Frauen (164 405) als Männer (163 084) gibt.

Schaut man auf die Liste der Stadtteile, so ist nur einer gar nicht im neuen Gemeinderat vertreten: die Vogelstang. Das war schon nach der Wahl 2004 so. Damals konnte sich auch Wallstadt nicht vertreten fühlen, doch inzwischen zog Peter Pfanz-Sponagel von Käfertal nach Wallstadt und kümmert sich nun um beide Vororte und die Vogelstang gleich mit.

Besonders gut ist die Oststadt/Schwetzingerstadt repräsentiert: acht Mitglieder des Kommunalparlaments wohnen hier. Geradezu fürstlich dürfen sich auch die Feudenheimer vertreten fühlen: sieben Stadträte leben hier, wenngleich einer davon (Boris Weirauch, SPD) dort zwar wohnt, sich politisch aber weiter in seinem alten Ortsverein Oststadt seiner Partei engagiert.

Auch Themen aus dem Bereich Waldhof/Gartenstadt (sechs Stadträte) und Neckarau (fünf) finden viele Fürsprecher im Ratssaal. Nur mit jeweils einem Stadtrat sitzen Friedrichsfeld, Sandhofen, Lindenhof, Wallstadt und Rheinau am Tisch.

Nach wie vor die stärkste Berufsgruppe sind die Lehrer: Acht Lehrer, Professoren und Erziehungswissenschaftler schafften den Sprung in den Gemeinderat. Auch Diplom-Kaufleute (sechs) und Juristen (fünf) kann man häufig finden, ferner drei Ärzte und zwei weitere Angehörige medizinischer Berufe. Sonst reicht das Spektrum vom pensionierten Pfarrer und einem Landwirt über einen Künstler - der parteilose, aber für die SPD gewählte "Schatzkistl"-Chef und Sänger Peter Baltruschat - bis zur Hausfrau. Auch zwei Handwerker reden mit und drei selbstständige Unternehmer.

Dass der Gemeinderat nicht repräsentativ zusammengesetzt ist, zeigt aber spätestens der Blick auf eine spezielle Berufsgruppe: In der "Arbeiterstadt Mannheim" sitzt im Stadtparlament kein einziger Arbeiter, der wirklich noch in einer Fabrik tätig ist. Man findet lediglich zwei freigestellte Betriebsratsvorsitzende (vom Benz Joachim Horner, SPD, und für die Linke Thomas Trüper von WeylChem GmbH & Rütgers Organics) sowie zwei hauptberufliche Gewerkschaftsfunktionäre.

Mannheimer Morgen
21. Juli 2009

 

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