Header-Bild

SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Stadt stoppt Grillparty am Rhein

Presseecho

Die kommenden zwei Wochenenden dürfen die Grillfreunde entlang der Rheinpromenade ihre Steaks noch auf der Wiese brutzeln, dann macht die Stadt aber Schluss mit der Grillparty. Schon in diesen Tagen werden Schilder angebracht und Handzettel mit der Information verteilt: "Ab dem 11. Juni 2009 gilt auf allen Flächen der Rheinwiesen ein Grillverbot. Verstöße kosten 25 Euro Verwarnungsgeld."

Damit reagiert die Verwaltung auf die sich häufenden Beschwerden der Anwohner und der Erholungssuchenden am Rhein. Vor der Presse bekannte Erster Bürgermeister Christian Specht: "An den ersten sonnigen Wochenenden dieses Jahres überstieg die Zahl der Nutzer mittlerweile deutlich das Fassungsvermögen der von der Stadt bereitgestellten Infrastruktur." Und auch der Leiter der Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, Klaus Eberle, erkannte: "Seit Ostern ist die Situation am Rhein unerträglich."

Gänzlich unterbinden will die Stadtverwaltung das Grillen auf einer öffentlichen Fläche am Fluss nicht. In den nächsten Tagen soll ein Areal am Neckar als Ersatz für die Rheinwiese vorbereitet werden, und zwar zwischen dem Neckarufer und der Inselstraße, Höhe Bonadiesstraße. "Weitab von der Wohnbebauung", betonte Specht.

Um das Grillverbot auf der Rheinwiese auch durchzusetzen, schickt Eberle verstärkt den Kommunalen Ordnungsdienst vorbei. In der Nacht und am Sonntag schaut die Polizei nach dem Rechten. Nach wie vor ist es erlaubt, sich auf der Wiese auszubreiten. Das Grillen am Rhein bleibt auf das Strandbad beschränkt.

Weil dort in dem heißen Sommer 2003 für die Griller der Platz eng wurde, wichen sie auf die Rheinwiese aus. Solange ihre Schar überschaubar war, duldete die Stadt das Treiben. Indes wurde der Druck auf die Rheinwiese von Jahr zu Jahr stärker. Die Stadt stellte Regeln auf, sorgte für zusätzliche Mülleimer und tägliche Reinigung, zuletzt ergänzte sie die einzige vorhandene Toilette durch mobile Kabinen.

Möglicherweise führte dies zum zusätzlichen Andrang. Jedenfalls zählten die städtischen Mitarbeiter zuletzt weitaus mehr parkende Fahrzeuge von außerhalb Mannheims als Mannheimer. Zudem registrierte die Polizei in den späten Abend- und Nachtstunden massive Streitigkeiten, in Einzelfällen gar Massenschlägereien unter betrunkenen Jugendlichen.

"Nun ging es uns darum, zwischen der Rücksicht auf die Bewohner und die Naherholungssuchenden und dem Bedürfnis nach Grillen abzuwägen", erklärte Specht. Die Würfel fielen am Rhein für die Naherholungssuchenden und am Neckar für die Grillfreunde.

Sollte es dennoch am Rhein weiter hoch hergehen, erwägt die Stadt auch ein Alkoholverbot in den Abendstunden.

Mannheimer Morgen
29. Mai 2009

 

Homepage SPD Lindenhof-Almenhof

 

Landtagswahl 2016