Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei: „Kommunale Seniorenpolitik wird an Bedeutung gewinnen und zur Generationenpolitik weiterentwickelt werden müssen.“
SPD: Neu über Seniorenpolitik nachdenken
Finanzen/Wirtschaft
Anfang Juli beendete die SPD-Gemeinderatsfraktion ihre Veranstaltungsreihe „Lebensqualität 60 plus – Alter aktiv gestalten“ mit einer Abendveranstaltung zum Thema „Alter macht Kultur“. Davor besuchte sie am Nachmittag den Seniorentreff Lindenhof und das Maria-Scherer-Haus in Rheinau. Wie schon bei den vier vorausgegangenen Diskussionsrunden und 16 Vorortterminen in Mannheimer Senioreneinrichtungen nahmen die Gemeinderäte wichtige Anregungen für eine künftige kommunale Seniorenpolitik mit. „Wir werden uns intensiv mit dem Thema Senioren- und Generationenpolitik in Mannheim befassen müssen“, kündigte Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Fulst-Blei an.
„Mit Generationenpolitik auch deshalb, weil uns der demografische Wandel vor neue Herausforderungen stellt und wir es uns als Stadtgesellschaft nicht leisten können, auf das Wissen, die Erfahrung und die sozialen Kompetenzen älterer Menschen zu verzichten und weil wir das auch gar nicht wollen.“ Die SPD will die Solidarität zwischen den Generationen fördern, Begegnungsmöglichkeiten ausbauen, die Nachbarschaftshilfe stärken und notwendige Rahmenbedingungen für gesellschaftliche und politische Teilhabe aller Altersgruppen schaffen. Darüber hinaus gilt es, ganz konkrete Maßnahmen auf den Feldern des Stadtumbaus, des Wohnens und der Verkehrspolitik zu ergreifen – mit dem Ziel, alten und behinderten Menschen ein hohes Maß an Selbstständigkeit, Sicherheit und Mobilität zu ermöglichen. „Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr seniorenfreundlicher gestalten, die Nahversorgung in den Stadtteilen sichern, die Selbstorganisation fördern und ein flächendeckendes Netz an Begegnungsstätten erhalten oder neu schaffen“, benennt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marianne Bade als konkrete Ziele.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen viele an einem Strang ziehen. Dr. Fulst-Blei betont: „Seniorenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, an der unterschiedliche Fachbereiche der Stadt beteiligt und in die freie Träger, Kultureinrichtungen und Vereine einzubeziehen sind. Deshalb werden wir uns die Zeit nehmen, die Ergebnisse unserer Gespräche genau anzusehen, und dann Vorschläge für eine Fortentwicklung der kommunalen Seniorenpolitik und ihre Weiterentwicklung zur Generationenpolitik machen.“
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