Die Musikhochschule in der Musikstadt Mannheim: Ausgewogenheit notwendig. SPD fordert Aufklärung und ausgewogene Konzepte
Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim fordert das Wissenschaftsministerium in einer Resolution auf, über den Umgang mit Folgewirkungen aus dem vom Ministerium vorgeschlagenen Abbau von 300 Studienplätzen im Bereich der klassischen Musikausbildung sowie Musikpädagogik in Mannheim aufzuklären.
„Es ist nicht einzusehen, warum Mannheim mit dem vorgesehenen Abbau von 300 Studienplätzen die Hauptlast der vom Rechnungshof angemahnten Einsparauflage von 500 Plätzen tragen soll“, bringt Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer den Unmut seiner Fraktion auf den Punkt. Die SPD-Gemeinderatsfraktion fordert deshalb in ihrer Resolution eine ausgewogene Lösung, die einerseits eine Profilierung mit der Popakademie ermögliche, aber die Bedeutung der ältesten Musikhochschule in Baden-Württemberg für die gesamte Region besser im Blick hat.
„Wir verschließen uns weder konstruktiven Lösungsvorschlägen noch notwendigen Einsparvorgaben“, so die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Helen Heberer, „aber wir setzen uns ausdrücklich dafür ein, dass die Tradition der Mannheimer Schule fortgesetzt wird und eine Ausbildung im Orchesterbereich auch weiterhin möglich ist.“ Ebenso müsse in die weiteren Diskussionen auch der Stellenwert der Schulmusik am Hochschulstandort Mannheim einfließen. „Die politische Arbeit beginnt erst jetzt, bislang waren wir in die Erarbeitung der Konzepte des Ministeriums als Abgeordnete nicht einbezogen“, macht Heberer ihren Standpunkt deutlich und erhofft sich von den nun zu führenden Gesprächen Lösungsmöglichkeiten, die auch die kulturellen Auswirkungen für das ganze Umfeld der Musikhochschule berücksichtigen.