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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Schule in Seckenheim - Die SPD bleibt am Ball

Ortsverein

Am 22.01.2008 veranstalteten die SPD Ortsvereine Friedrichsfeld und Seckenheim einen Diskussionsabend zum Thema "Schulchaos in Baden-Württemberg".

Lokale Probleme der Schulen in Friedrichsfeld und Seckenheim wurden ebenso angesprochen, wie die schulpolitischen Ziele der SPD landesweit.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD im Landtag Dr. Frank Mentrup und unser Fraktionsvorsitzender im Mannheimer Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei referierten zum Thema, danach wurde über mittel- und langfristige Ziele diskutiert.

Schulpolitische Ziele der SPD:

Die eingefahrenen überkommenen Strukturen in unserem Schulsystem, verursacht durch die langjährige konservative Kultuspolitik, müssen stark verändert werden, um ein modernes und Ziel führendes Bildungskonzept zu verwirklichen. Lerninhalte sind zu entrümpeln und bedarfsge-recht zu gestalten. Reformen dürfen allerdings nie ohne Mitwirkung von Kindern, Eltern und Lehrern vor Ort entwickelt oder umgesetzt werden.

Die SPD will die Betroffenen mitnehmen und das Gespräch suchen, um Veränderungen anhand lokaler Ideen und Ansätzen der Schulen vor Ort zu entwickeln. Ergebnissen aus Evaluierungen und verlässliche Bedarfsprognosen bilden die Grundlage für Lösungen – auch in Seckenheim.

Was könnte z. B. in Seckenheim aus Sicht der SPD ein erster Schritt sein?

Die Klassen 5 und 6 bleiben in der Grundschule zusammen. Die Zukunftsvision ist eine „Ge-meinschaftsschule“, beginnend mit der Zusammenführung von Haupt- und Realschule. Das Ganztagsschulsystem wird massiv auf- und ausgebaut. Hier hat die Stadt Mannheim durch die starke SPD-Gemeinderatsfraktion und den OB Handlungsspielraum und kann zusammen mit den Eltern und Lehrern auf den jeweiligen Bedarf reagieren. Ergänzt wird das System durch eine fi-nanzielle Förderung der Schulspeisung, so dass finanzschwache Familien max. noch 1 EUR je Kind für das Mittagessen bezahlen. Hier hat sich die SPD im Gemeinderat durchgesetzt. Zusam-men mit Förderverein und Elternbeiräten, sowie im Gespräch mit Rektoren und Lehrern kann der zukünftige Personalbedarf im Einzelfall abgeschätzt werden. Mehr qualifiziertes pädagogisches Personal muss zur Verfügung stehen, um freiwillige Leistungen und individuelle Förderung wei-terhin anbieten zu können und z. b. sozialpädagogische Beratung zu ermöglichen. Hier kann auch der SPD Ortsverein Seckenheim über die Kremien den politischen Druck auf die konservativen Entscheidungsträger in der Landesregierung aufrecht erhalten. Örtliche Konzepte stehen und fal-len mit der tatsächlichen Entwicklung der Schülerzahlen Vernünftige Prognosen z. B. zum Ge-burtenrückgang und zur Bevölkerungsentwicklung im Stadtteil sind aber durchaus möglich, so dass auch für Seckenheim ein zukunftsweisendes Bildungskonzept und eine ganzheitliche Schul-planung möglich sein sollte.

Die SPD Seckenheim unterstützt die Initiative des Gesamtelternbeirats Mannheimer Schulen- Initiative „Schule mit Zukunft“ und die Forderungen der Teilnehmer der Lichterkette am 25.01.2008:

1.) Kleinere Klassen
2.) Ausbau des Ergänzungsbereichs
3.) Förderung von Schülern mit besonderem Förderungsbedarf
4.) Mehr Personal – Lehrer, Sozialpädagogen u. a.

Sozialdemokratische Bildungspolitik:

10-Leitideen – zukunftsweisende sozialdemokratische Bildungskonzeption im Land:

1.) Bildung ist mehr als Schule! – Breites Bildungsverständnis als Grundlage für ein Gesamtkon-zept.

2.) Auf den Anfang kommt es an! – Verhinderung früher Auslese als Voraussetzung gerechter Lebenschancen.

3.) Bündnisse mit der Wirtschaft herstellen! – Verantwortung einfordern! Chancengleichheit als Gebot wirtschaftlicher Vernunft.

4.) Dazugehören! – Integration als Herausforderung und Chance.

5.) Aufwachsen in öffentlicher Verantwortung! – Gestaltung der Lebensbedingungen als sozial-staatliche Aufgabe.

6.) Niemand wird zurückgelassen! – Individuelles Fördern und Fordern als Strukturprinzip.

7.) Ideologische Fixierungen überwinden! – Neue Strukturen als Vehikel, nicht als Ziel von Re-formbestrebungen.

8.) Wirksamkeit verbessern! – Bildungserfolg als Ergebnis von Autonomie und Evaluation.

9.) Eltern unterstützen! – Eltern- und Familienbildung als Voraussetzung pädagogischer Bündnis-se.

10.) Ehrenamt nicht missbrauchen! – Professionelle Pädagogik als Kernpunkt, Bürgerschaftliches Engagement als Ergänzung.

Die Orientierung am Kind ist hierbei immer die humanistische Grundvoraussetzung aller Re-formbemühungen. In der Schulpolitik ist bei allen Beteiligten ein Bewusstseinswandel erforder-lich, um gemeinsam das Ziel zu erreichen - für unsere Kinder und unsere Zukunft. Wir brauchen einen Bildungsaufbruch und einen breiteren Bildungsbegriff als bisher, um der Verantwortung für unsere Kinder und die Gesellschaft gerecht zu werden. Ein Ansatz von vielen ist die konse-quente Aufwertung frühkindlicher Bildung.

Langfristige Ziele der SPD:

Der Weg hin zu einer 10-jährigen gemeinsamen Schulzeit bis zu einer deutlichen Verbesserung der Förderung für Leistungsstarke und Leistungsschwache

Außerschulische und schulische Bildung auf gleiche Augenhöhe bringen

Berufliche Basisqualifikation für alle

Lebenslanges Lernen und Weiterbildung für alle – finanzierbare und qualifizierte Bildungsange-bote für alle Bevölkerungsgruppen

Frank Felgenträger
Im Vorstand der SPD Seckenheim

 
 

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