Bei der BUGA geht es um die Zukunft von ganz Mannheim.
Der Saal im Reiß-Engelhorn-Museum war voll, die Atmosphäre angespannt, es gab viele Zwischenrufe – teilweise unter der Gürtellinie. Beim „Mannheimer Morgen-Forum“ trafen die Befürworter und Gegner der Bundesgartenschau aufeinander. Mit dabei waren auch Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und der SPD-Vorsitzende im Gemeinderat Ralf Eisenhauer.
Der Fraktionsvorsitzende Eisenhauer hob die Nachhaltigkeit der Investitionen für die gesamte Stadt hervor: „Es geht nicht nur um 48 Millionen Euro für Spinelli, sondern auch um 13,5 Millionen für Luisenpark und Sportanlagen, 21 Millionen für die Au und 22,5 Millionen für ganz Mannheim. Es wäre fatal, auf diese Chancen zu verzichten.“
Erneut drehten sich die meisten Fragen um die Finanzierung und die Feudenheimer Au. Dabei überwogen die sachlichen Argumente für die BUGA, während die ablehnenden Meinungen gefüttert waren von Polemik, Unkenntnis und Schwarzmalerei. Im Hinblick auf die Konversion der fünf Millionen Quadratmeter amerikanischer Militärflächen brachte der Oberbürgermeister die Bedeutung der Bundesgartenschau auf den Punkt: „Wenn ich Nägel in die Wand schlage, benötige ich einen Hammer dazu. Den kann man mir nicht wegnehmen.“