"Unser Schwerpunkt liegt auf der Begleitung des Projektes Mannheim 21", erklärt Stadtrat Professor Dr. Horst Wagenblaß, Vorsitzender des Ortsvereins Lindenhof/Almenhof das Programm, mit dem die Sozialdemokraten des Stadtteils in die Kommunalwahl gehen. Doch nicht nur das: Unter dem Motto "Hand in Hand für unseren Stadtteil" stellte die SPD mehrere Projekte vor, die sie in den nächsten Jahren verfolgen will.
Mit Blick auf Mannheim 21 fordert die SPD, dass die Urbanität des entstehenden Stadtteils gewährleistet werden müsse. Es dürfe nicht dazu kommen, dass nach Geschäftsschluss die Lichter ausgehen. Vielmehr müsse sich ein pulsierendes Leben entwickeln. Dazu liefern die Sozialdemokraten auch gleich Vorschläge. Zentrale Punkte bilden der denkmalgeschützte Lokschuppen sowie das gegenüberliegende Werkstattgebäude. Es eigne sich mitsamt den umgebenden Flächen für kulturelle und gastronomische Einrichtungen. Davon versprechen sich Dr. Wagenblaß und die Genossen ein "reizvolles Ambiente mit hoher Erlebnisqualität für Jung und Alt". Umgestaltet werden sollen auch der Hanns-Glückstein-Platz und der Lindenhofplatz nach der vorgesehenen Verlagerung der Feuerwache.
"Lebensader des Lindenhofs"
Einen großen Wert legt die SPD auf die Erhaltung der Meerfeldstraße als "Lebensader des Lindenhofs". Der jetzige Zustand gebe Anlass zu "großer Besorgnis über die zukünftige Entwicklung". Von der Stadt fordern die Sozialdemokraten ein Gesamtkonzept, das sowohl die städtebaulichen Aspekte als auch die Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigt. Am liebsten sähen sie es, wenn sich an dem Konzept neben der Verwaltung auch die Gewerbetreibenden, die betroffenen Bewohner und die Lokalpolitiker beteiligen.
Große Sorgen bereitet den Lindenhöfern das Treiben auf den Rheinwiesen. Hier will sich die SPD dafür einsetzen, dass die Grillaktivitäten in einem geordneten Rahmen ablaufen. Um die Wiesen am Rhein zu entlasten, sollen Grillmöglichkeiten am Neckar geschaffen werden. Für die Rheinwiesen fordern sie eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse durch das Aufstellen von mobilen Toilettenanlagen. Besondere Veranstaltungen dürfen nach Vorstellungen der SPD nur in Ausnahmefällen genehmigt werden. Schließlich sei eine Verkehrsanbindung vom Norden her über das Hafengebiet unabdingbar.
Wie berichtet, kümmert sich eine von der SPD getragene Bürgerinitiative um die Gestaltung des Gontardplatzes mit Anpflanzungen. Auch hier bleiben die Sozialdemokraten am Ball und setzen sich für einen weiteren Ausbau ein.
Im Fokus der Aufmerksamkeit bleibe der trostlose Meeräckerplatz, für dessen Umgestaltung ebenfalls ein Konzept gefordert wird. Verfolgen will die SPD die Parkplatzsituation bei weiterem Ausbau der Hochschule Mannheim. Das Land soll aufgefordert werden, auf dem Hochschulgelände Parkraum zu schaffen, um eine Verschärfung der Situation im nördlichen Almenhof zu vermeiden.
Mannheimer Morgen
24. April 2009