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Rente mit 67 umstritten

Ortsverein

Kein Freund von Rente mit 67: Ottmar Schreiner im Volkshaus.
© Mannheimer Morgen, Freitag, 20.04.2012 © ?jan

Zwei Vorträge hochkarätiger Sozialdemokraten, zwei unterschiedliche Meinungen: Die SPD ist in der Rentenfrage gespalten. Während sich beim Rheinauer Neujahrsempfang der frühere Bundesarbeitsminister Franz Müntefering nachdrücklich für die "Rente mit 67" aussprach, lehnt sie der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Ottmar Schreiner, bei seinem Auftritt im Volkshaus Neckarau ab.

Schreiner folgte der Einladung der SPD-Ortsvereine Lindenhof, Neckarau und Rheinau. Begleitet vom Mannheimer Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann, sprach er vor rund 70 Zuhörern. Bei der kurzen Diskussion nach seinem Vortrag - moderiert von Stadträtin Gabriele Katzmarek - wurde deutlich, dass der Frontmann des linken SPD-Flügels den Genossen und einigen Anhängern beziehungsweise Mitgliedern der Partei Die Linke aus der Seele sprach.
"Drohende Rentenkürzung"

In der Rente mit 67 sieht Schreiner eine drohende Rentenkürzung. Heute würden die wenigsten Menschen bis zum 65sten Lebensjahr arbeiten, etwa 29 Prozent. Wer vor der gesetzlichen Altersgrenze aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, muss Rentenabschläge hinnehmen. Dagegen forderte Schreiner: keine Absenkung des Rentenniveaus und Rente nach Mindesteinkommen. Scharf wandte er sich gegen die sogenannte Riesterrente, die vor allem von Besserverdienenden in Ansprung genommen werde, "kaum aber von Menschen, die sie eigentlich nötiger hätten".

Nachdrücklich forderte Schreiner allgemeinverbindliche Tarifverträge, um Lohndumping zum Beispiel in Sozialberufen entgegenzuwirken und "gleichen Lohn für alle", um Leiharbeit weniger attraktiv zu machen. Immer wieder beschwor er in diesem Zusammenhang drohende "Wiederkehr der Altersarmut". jan

 

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