Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim unterstützt die Empfehlungen der Experten zur Stadtentwicklung und Konversion. „Die Aussagen genießen auch deshalb einen hohen Stellenwert, weil es selten ist, dass Fachleute mit außergewöhnlich hoher Reputation nach vier Diskussionsrunden zu einem einstimmigen Urteil kommen“, erklärt Ralf Eisenhauer, neuer Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion.
Die Empfehlungen des aus ganz Deutschland besetzten hochkarätigen Expertengremiums könnten als Handlungsanleitung dienen. Eisenhauer fährt fort: „Die Botschaft des Memorandums ist die ‚große Chance für Mannheim’, durch die Konversion einen Qualitätssprung machen zu können. Den streben wir an.“ Zwischenlösungen und Modellprojekte zu realisieren Für die SPD stehen die langfristigen Ziele Mannheims als Pfeiler, auf denen man die Konversion aufbauen kann. Es gilt nun diesen Weg konsequent weiterzugehen und die hinzukommenden Flächen Schritt für Schritt unseren Zielen zuzuordnen. Auch darin entsprechen die Empfehlungen der Konversion den Ansichten der SPD. Deshalb bietet es sich im gesamten Prozess an, nach Zwischen- und Teillösungen für bestimmte Flächen zu suchen, da einfache und schnelle Antworten nicht zu finden sein werden. Entscheidend aber ist die Orientierung am Gesamtplan. Vom Umgang mit den Turley Barracks kann man viele wichtige Schlüsse ziehen. Trotz aller bisherigen Schwierigkeiten besteht jetzt wieder die Möglichkeit, aus den Kasernen in der Neckarstadt ein Modellprojekt für die Stadt zu entwickeln. Die ehrenamtlich und auf freiwilliger Basis arbeitenden Experten bescheinigen ebenfalls, dass die Entscheidung zu einer Neukonzeptionierung die richtige gewesen ist. Grundvoraussetzung aller Planungen ist, dass es uns als Stadt Mannheim und als Region Rhein-Neckar gelingt, das Gesamtpaket aller freiwerdenden Flächen treuhänderisch vom Bund zu übernehmen. „Nur so bleiben wir Herr des Verfahrens und können maßgeblichen Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung der kommenden Jahrzehnte nehmen. Ein Herauspicken einzelner Rosinen ist für uns nicht hinnehmbar und dem werden wir uns mit allen Mitteln des kommunalen Planungsrechts entgegensetzen“, bekräftigt Stadtrat Götz. Eisenhauer ergänzt: „Wir dürfen die Verantwortung nicht Dritten überlassen. Das haben wir bereits bei Bekanntwerden der Abzugspläne der Amerikaner gefordert.“ Bürgerbeteiligung als Erfolgsgarant Bei den Finanzierungsmöglichkeiten sieht der Fraktionsvorsitzende Grund zu vorsichtigem Optimismus: „In zahlreichen Großstädten, von denen sich viele in schwerer Finanznot befanden, wurden verschiedene Erwerbermodelle erfolgreich angewandt. Von ihnen können wir viel lernen, um die beste Form für unsere Stadt zu finden.“ Entscheidend wird im weiteren Verlauf sein, dass alle Schritte mit den Bürgerinnen und Bürgern erörtert werden. Dadurch ist eine erfolgreiche Umwandlung machbar. „Dies haben wir bei Besichtigungen in zahlreichen Städten erfahren: Ausnahmslos stellt man fest, dass Bürgerbeteiligung der entscheidende Aspekt ist für eine erfolgreiche Konversion, vorausgesetzt, die Menschen werden in allen Phasen des Prozesses beteiligt. Darauf achten wir.“, betont Eisenhauer. Götz verweist aber neben allen langfristigen Plänen auf die Probleme der derzeit Beschäftigten beim amerikanischen Militär: „Wir müssen mehrere hundert Beschäftigte wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Der Abzug des U.S.-Militärs darf ihnen nicht zum Nachteil gereichen.“