Europaparlament verschärft Kampf gegen Geldwäsche
Das Europäische Parlament geht Geldwäschern an den Kragen. Entsprechend strenge Regeln haben die zuständigen Ausschüsse für Wirtschaft- und Währung sowie für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres am Donnerstag in Brüssel auf den Weg gebracht.
"Pro Jahr werden schätzungsweise 1 600 Milliarden Euro gewaschen – das entspricht fast drei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Selbst in Deutschland sind es bis zu 57 Milliarden Euro jährlich. Diesen Kriminellen müssen wir das Handwerk legen", unterstreicht der sozialdemokratische Verhandlungsführer Peter SIMON, Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses. "Dreh- und Angelpunkt im Kampf gegen Geldwäsche ist es, die Identität der wirklichen Nutznießer hinter verschachtelten und undurchsichtigen Unternehmenskonstruktionen festzustellen. Diese dürfen sich nicht länger hinter der Anonymität verstecken", stellt der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete klar. Die Sozialdemokraten fordern deshalb in jedem Mitgliedstaat die Einführung eines zentralen, öffentlich zugänglichen Registers, in dem die relevanten Informationen zum sogenannten wirtschaftlichen Berechtigten von Unternehmen aller Rechtsformen, Stiftungen und Treuhandverhältnisse zu finden sind. "Transparenz und Informationsfluss dürfen aber auch an Landesgrenzen nicht Halt machen. Deshalb sollen die Register EU-weit vernetzt werden. Das erleichtert die Arbeit der Ermittler", erläutert Peter SIMON weiter.





