Am 06. September 2008 war Ottmar Schreiner im Gewerkschaftshaus. Ottmar war lange Weggefährte von Oscar Lafontaine, im Gegensatz zu letzterem ist er der SPD und seinen linken Idealen treu geblieben.
Seine Rede machte deutlich, dass linke Gedanken in der SPD nach wie vor und sinnvoller Weise eine Heimat haben. Die SPD kann es offensichtlich noch, den Bogen von der gemäßigten Mitte der Gesellschaft bis ganz nach links zu spannen, ohne sich zu zerreißen.
Deutliche Worte wie "...die xxxx von den Konservativen müssen das endlich begreifen.... und soziale Themen wie "Minijob- und Praktikumsunwesen", "30 Jahre einbezahlt, arbeitslos, HartzIV, das ist Altersarmut...", "Kampf gegen Kinder- und Bildungsarmut..." waren Balsam auf die zuletzt arg strapazierte und Mainstream-gestresste sozialdemokratische Seele.
Die SPD sollte gerade auch vor Ort die Arme öffnen und und die selbstauflösenden, davongalloppierenden Randgruppen mit der früher immer gezeigten Toleranz integrieren - ganz im Sinne von "in unserer Mitte ist noch Platz". Dann werden wir wieder stark! Die Mitte ist solidarisch, tolerant und demokratisch.
Ottmar Schreiner ist ein linker Sozialdemokrat, den die SPD braucht, um die linken Ideale nicht zu verlieren.
Frank Felgenträger