SPD-Gemeinderatsfraktion zeigt sich mit Entscheidungsprozess zufrieden und hofft auf weitergehende Reformen
Neue Werkrealschulen kommen
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Am 27. Juli fällt die Entscheidung im Gemeinderat. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause wird das Kommunalparlament über die Umwandlung weiterer Haupt- in Werkrealschulen beschließen. Die SPD trägt das Konzept der Verwaltung, Hauptschulen in Mannheim abzuschaffen und Friedrich-Ebert-, Pestalozzi-, Schiller-, Seckenheim- und Waldschule ab dem Schuljahr 2011/2012 in Werkrealschulen umzuwandeln, mit.
„Nach Abwägung aller Faktoren, die für die eine oder andere Lösung sprachen, haben wir uns entschieden, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Elke Stegmeier. Und sie fügt hinzu: „Wir tun, was angesichts der Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg möglich ist, auch weil wir den derzeitigen Hauptschülerinnen und Hauptschülern keine Chance verbauen wollen.“
Leicht gemacht hat sich die SPD ihre Entscheidung aber nicht. Seit die Pläne der Landesregierung für die Werkrealschule im Sommer letzten Jahres auf dem Tisch lagen stand das Thema auf der Tagesordnung. Die Fraktion lud Schulleitungen, Lehrkörper, Elternvertreter, Gewerkschaften, Personalräte und Bezirksbeiräte mehrfach zum Informationsaustausch; bei Schulbesuchen erörterte sie die Probleme und Wünsche vor Ort.
„So gewannen wir wichtige Kenntnisse, die wir in die von der Verwaltung einberufene Schulentwicklungskommission einbringen konnten“, schildert Stegmeier das Verfahren. In der Kommission drängte die SPD auch auf eine Optimierung der Verkehrsanbindung insbesondere zwischen Friedrichsfeld, Feudenheim und Seckenheim. Mit Erfolg.
„Davon profitieren nun nicht nur die künftigen Werkrealschüler, die nach Seckenheim fahren müssen, sondern auch Realschüler und Gymnasiasten, die von Friedrichsfeld oder Seckenheim nach Feudenheim pendeln“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende Dr. Fulst-Blei erleichtert, auch wenn er persönlich natürlich nicht damit zufrieden ist, dass Friedrichsfeld, der Stadtteil, in dem er wohnt, in Zukunft keine Sekundarschule mehr haben wird.
„Da konnte ich mich nicht durchsetzen“, gibt er freimütig zu. Insgesamt jedoch ist die SPD mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben den gesamten Prozess erfolgreich begleitet. Wir haben dafür gesorgt, dass von der Neuordnung besonders betroffene Schulen wie Sickinger-, Pestalozzi- und Friedrich-Ebert-Schule durch flankierende Maßnahmen wie Schulsozialarbeit Extra-Unterstützung erhalten, für frei werdende Schulgebäude liegen sinnvolle und ansprechende Nutzungsvorschläge vor.
Und, was uns besonders wichtig ist: mit dieser Entscheidung verbauen wir uns keine Wege für eine weitergehende Schulentwicklung in Mannheim“, zieht Fulst-Blei ein erstes Fazit. Denn eines ist in der SPD auch unstrittig: Über kurz oder lang wird selbst Baden-Württemberg nicht darum herumkommen, innovative Schulformen zuzulassen. Dafür spricht nicht zuletzt die demografische Entwicklung mit einem starken Schülerrückgang, der alle Schulformen treffen wird.
Die SPD ist darauf vorbereitet. Ihr Vorschlag aus den Etatberatungen, als ersten Schritt im Mannheimer Süden eine Modellschule einzurichten, die sowohl ein längeres gemeinsames Lernen als auch neue Unterrichtsformen und individuelle Förderungen vorsieht, steht im Raum und wird von der SPD weiterverfolgt werden.
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