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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Neue Finanzierung der Pflege notwendig

Finanzen/Wirtschaft

Um ein gerechtes Pflegesystem zu erhalten, ist ein Umdenken erforderlich. Stadträtin Marianne Bade fordert bei einer Diskussion zur „Zukunft der Altenhilfe“ auch eine veränderte Rolle der Kommunen.

Wie kann unser Zusammenleben organisiert sein, sodass auch älter werdende Menschen ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft haben? Wie ermöglichen wir gute Arbeit im Pflegebereich? Wie gehen wir mit der steigenden Bedeutung privat-gewerblicher Träger um?

Bei der „Altenhilfe+pflegeKonferenz“ von der Gewerkschaft ver.di Rhein-Neckar ging es um diese Fragen zur „Zukunft der Altenhilfe“. Auf dem Podium saß auch Stadträtin Marianne Bade, sozial- und integrationspolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion. Am Ende war man sich einig: Wir benötigen eine andere Art der Finanzierung.

Deutschland hängt zurück

Als Grundlage für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer diente der Vortrag von Dr. Cornelia Heintze. Die Politologin verglich dabei das System der skandinavischen Länder mit dem hiesigen. Sie stellte fest, dass die nordeuropäischen Länder bereits vor Jahren die Herausforderungen in der Pflege erkannt haben und ihr Vorgehen darauf ausgerichtet haben. Beispielsweise sind die öffentlichen Pflegeausgaben deutlich höher.

Dementsprechend punkteten diese Länder in allen Fragestellungen, während Deutschland weit zurück bleibt: Dies betrifft etwa die Zufriedenheit und das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung mit dem Pflegesystem, die Pflegeleistungen sowie die Beschäftigungsbedingungen.

Arbeitskreis soll Ziele für Kommunen formulieren

Marianne Bade kennt durch ihre Beschäftigung in diesem Bereich die Problematik nur zu gut. Ihr war insbesondere wichtig darzulegen, dass auch die Kommunen eine andere Rolle spielen können: „In Dänemark haben beispielsweise die Städte und Gemeinden die Pflicht, zweimal im Jahr die Bürgerinnen und Bürger über 75 Jahre zu besuchen, wenn diese noch zu Hause wohnen und nicht anderweitig betreut werden. So sind die Kommunen viel näher an den Menschen.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vereinbarten ein weiteres Arbeitstreffen, um konkrete Ziele für Kommunen zu formulieren. Bade erklärte: „Wir müssen es zunächst schaffen, menschenwürdige Bedingungen für Pflegende und Pflegebedürftige zu etablieren. Dabei sind die freien Anbieter in der Pflicht, gerade da sie sicherlich weitere Neubauten anstreben werden. Zudem muss uns klar sein, dass ambulante Versorgung Vorrang vor stationärer hat.“

 

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