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Neckarstadt-West wieder auf Kurs bringen

Pressemitteilungen

Linse, Köber, Simon, Riehle und Julia Wege (Leiterin Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, v.l.) im Gespräch

Bei einer Diskussion auf Einladung der SPD äußerten viele Menschen ihre Sorgen über die weitere Entwicklung im Stadtteil. Stadtrat Thorsten Riehle fordert, die Bemühungen weiter zu verstärken.

Großer Andrang herrschte im Bürgerhaus der Neckarstadt-West. Stadtrat Thorsten Riehle hatte zum Gespräch über den seit Jahren anhaltenden Umbruch im Stadtteil eingeladen. Gesprächspartner waren Mannheims Europaabgeordneter Peter Simon (SPD) und Mannheims Polizeipräsident Thomas Köber. In den letzten Wochen hatten sich die Klagen über die Entwicklungen im Stadtteil verstärkt.

Stadtrat Thorsten Riehle zeigte Verständnis für den Unmut der Menschen: „Das Leben im Stadtteil ist seit längerer Zeit vor allem auch durch den Zuzug von Menschen aus Südosteuropa im Wandel. Die Bemühungen gerade von der Stadtverwaltung und vielen Einrichtungen sind ohne Zweifel groß. Uns muss nun endlich gelingen, das Ruder herumzureißen und die Neckarstadt auf Kurs zu bringen, um wieder die Perspektive für die Menschen im Stadtteil hervorzuheben.“

Breite Facette an Unterstützung

Muttersprachliche Erstberatungen, fast eine Million Euro Projektförderung aus dem städtischen Integrationsfonds, mehr Einsatz des Kommunalen Ordnungsdiensts und der Polizei, mehr Reinigungskräfte, die geplante Ansiedlung des Stadtarchivs – ein Auszug der Bemühungen in den letzten Jahren, wie David Linse, Leiter des städtischen Fachbereichs für Integration und Internationales informierte.

Riehle erklärte: „Der Stadtteil hat Zukunft. Um den Glauben daran auch den Menschen wieder näher zu bringen, müssen die Bemühungen weiter erhöht werden. Als kurzfristige Maßnahme ist eine sofortige stärkere Polizeipräsenz notwendig. Die Polizei leistet ohne Wenn und Aber hervorragende Arbeit. Sie ist aber schlicht unterbesetzt. Dies werden wir den Verantwortlichen im Land gegenüber verdeutlichen.“

„Arbeiten hinter Kulissen mit Hochdruck“

Mannheims Europaabgeordneter Peter Simon (SPD) betonte: „Die EU hilft mit Förderprogrammen in Millionenhöhe, die sozialen Aufgaben in den Mitgliedstaaten, auch in Deutschland und in Mannheim, zu meistern. Wenn wir diese gesamteuropäische Herausforderung meistern wollen, stehen aber alle Mitgliedstaaten gleichermaßen in der Pflicht, sich solidarisch zu verhalten. Auch Deutschland hat sich viel zu lange auf das Dublin-Abkommen berufen, als beispielsweise Italien und Griechenland bereits an ihre Kapazitätsgrenzen kamen und deutlich und immer wieder um eine massive Verstärkung der Unterstützung durch die Mitgliedstaaten baten. Das Europäische Parlament und die EU-Kommission haben sich bereits für eine verpflichtende Quote für die Verteilung der Flüchtlinge ausgesprochen. Jetzt sind die Mitgliedstaaten am Zug." Simon warnte zugleich davor, den europäischen Einigungsprozess durch solche nationalen Egoismen nicht aufs Spiel zu setzen.

Thomas Köber, Leiter des Polizeipräsidiums in Mannheim, sagte: „Wir arbeiten hinter den Kulissen mit Hochdruck. Klar ist aber auch: Unsere Kräfte sind endlich. Durch die Polizeireform wurden Kräfte frei, die gerade in der Präventionsarbeit zum Zuge kommen. Jedoch ist weiteres Personal notwendig. Doch auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist dies keine leichte Aufgabe.“

 

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