Stadtrat Ralph Waibel kümmert sich um Jugend- und Sozialpolitik
Seit einigen Wochen ist Ralph Waibel Stadtrat. Er folgte auf Petar Drakul, der im neuen Jahr als persönlicher Referent des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz eine neue berufliche Stelle annimmt. Welche Ziele hat Ralph in den kommenden Jahren? Dazu hat er die folgenden Fragen beantwortet.
Wie fühlst Du Dich als neuer Stadtrat in Mannheim?
Waibel: Wenn mir 1978, als ich nach Mannheim kam, jemand gesagt hätte, dass ich 2015 im Gemeinderat Mannheims sein werde, hätte ich ihn ungläubig ausgelacht. Heute, 37 Jahre später, ist Mannheim zu meinem Leben geworden. Es ist ein aufregendes Gefühl voller positiver Spannung auf das, was mich erwartet. Ein wenig ist das wie Lampenfieber und in manch stiller Stunde bin ich noch immer ein wenig verblüfft, dass ich ab sofort in dieser Funktion an der Gestaltung und Entwicklung Mannheims mitwirken kann.
Warum engagierst Du Dich in der Kommunalpolitik?
Waibel: Für mich ist es die gesellschaftliche Pflicht eines Jeden sich einzubringen. Manche tun dies in Vereinen, manche in kirchlichen Organisationen und ich eben in der Politik. Jeder sollte dabei für sich selbst entscheiden was zu ihm passt und was ihm möglich ist. In dem Wort Gemeinwohl steckt schon das Motiv, das mich leitet.
Was möchtest Du im Gemeinderat bewegen?
Waibel: Natürlich ist Sozialpolitik mein Thema. Ich wünsche mir Bildungs- und soziale Gerechtigkeit und fühle mich besonders auch denen verpflichtet, die ihre Bedürfnisse und Anliegen nur schwer selbst formulieren können oder eine geringe Lobby haben.
Was kann Mannheim besser machen?
Waibel: Noch aus meiner Warte als Bezirksbeirat sehe ich ein paar Themen, die ich für bedenkenswert halte:
Wie kann die Bürgerbeteiligung über den Beteiligungshaushalt hinaus noch weiter entwickelt werden? Die "Kümmerer", wie sich meine Parteigenossen im Gemeinderat nennen, kommen schon nah an das heran, was ich notwendig finde. Ebenso die öffentlichen Fraktionssitzungen in den Stadtteilen. Als Sportvereinsvorsitzender fallen mir natürlich gleich die Sportstätten und deren Bedeutung für eine "Sportstadt" ein.
Ganz aktuell sehe ich die enorme Herausforderung die Flüchtlinge in unserer Stadt nicht "nur" willkommen zu heißen, sondern durch konzertierte Überlegungen aller gesellschaftlicher Gruppen zu integrieren. Dabei darf nicht aus dem Blick geraten, dass es auch schon vor dem Zuzug der Flüchtlinge bedürftige Menschen gab, die unserer Unterstützung bedürfen.