Eine wissenschaftlich durchgeführte Umfrage unter 6500 zufällig ausgewählten Mannheimerinnen und Mannheimern zur Sicherheit in der Stadt ("Sicherheitsumfrage") brachte positive Ergebnisse. Die SPD-Gemeinderatsfraktion begrüßt das erfreuliche Votum, mahnt aber weitere Schritte an.
Die SPD-Gemeinderatsfraktion begrüßt die ersten Ergebnisse der Sicherheitsumfrage, an der fast 2000 zuvor zufällig ausgewählte Mannheimer Bürger teilgenommen haben. "Die Sicherheitsumfrage hat ergeben, dass die Mannheimer sich überwiegend sicher fühlen", zeigt sich der SPD-Fraktionssprecher für Sicherheit und Ordnung, Dr. Boris Weirauch, zufrieden.
Subjektives Gefühl der Sicherheit wichtig
"Die Auswertung der Umfrage verhilft uns dazu, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger mit der objektiven Sicherheitslage vor Ort zu vergleichen und zielgenau Maßnahmen zur Kriminalprävention zu ergreifen", erklärt der SPD-Stadtrat. "Doch ungeachtet des in der Gesamtschau erfreulichen Ergebnisses gibt es noch viel zu tun", sind sich er und der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Eisenhauer einig.
Handlungsbedarf sehen die Stadträte in einigen Stadtteilen und insbesondere im Bereich Sauberkeit auf öffentlichen Straßen und in städtischen Grünanlagen. Letzteres bezeichnen 43 Prozent der Teilnehmer als ziemlich großes oder großes Problem, gefolgt von straßenverkehrsbedingten Problemlagen.
Sauberkeit in den Stadtteilen als Herausforderung
Bemerkenswert finden die Stadträte, dass die Bürger die Sicherheit in ihrem eigenen Stadtteil offenbar höher bewerten als die Sicherheit in der Gesamtstadt, was nach Auffassung auch für die hohe Wertschätzung und Identifikation spricht, die die Bürger ihren jeweiligen Stadtteilen entgegenbringen. Hier bestätigt sich einmal mehr "Mannheim ist und bleibt die Stadt der Stadtteile".
Auch die im Vorfeld der Umfrage umstrittenen Fragestellungen im Zusammenhang mit "Ausländern" oder "herumlungernden Jugendlichen" haben im Gegensatz zu teilweise geäußerten Befürchtungen nach Aussage der Projektverantwortlichen im Ergebnis gezeigt, dass in Relation zu anderen Städten verhältnismäßig wenige Menschen sich hierdurch "bedroht" fühlen. Aus Sicht der Wissenschaftler spreche dies für eine erfolgreiche Integrationsarbeit.