Eisenhauer und Götz mit dem Konversionsbeauftragten Dr. Hummel (von links) bei einer SPD-„Neuland“-Veranstaltung
Amtsblatt 48/2012: Die Bundesgartenschau 2023 ist für die weitere Stadtentwicklung ein entscheidender Baustein. Um Pläne auszuarbeiten und alle Gruppen beteiligen zu können, muss aber der Gemeinderat in den kommenden Monaten eine Grundsatzentscheidung für die Ausrichtung treffen.
Acht Millionen Besucherinnen und Besucher, Bau des Fernmeldeturms, deutschlandweite Werbung für unsere Stadt: Die Bundesgartenschau (BUGA) 1975 in Mannheim war ein Riesenerfolg. Auch heute erinnert man sich gerne daran zurück, wie dadurch das Stadtbild nachhaltig geprägt wurde. 2023 bietet sich erneut die Gelegenheit dazu.
"BUGA ist Motor der Stadtentwicklung"
Ralf Eisenhauer, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, spricht sich klar für die Bewerbung zur Bundesgartenschau 2023 aus: „Mit dem Abzug der amerikanischen Soldaten werden allein in Mannheim über 500 Hektar frei. Die tolle Idee eines Grünzugs, der die amerikanischen Militärflächen zwischen Rhein und Neckar verbinden soll, kam bei den städtischen Bürgerforen auf. Mit der BUGA machen wir den ersten Schritt zur ‚Vision Grünzug‘. Sie ist der Motor unserer weiteren Stadtentwicklung.“
Konversionsexperte Reinhold Götz (SPD) schildert seine Vorstellungen: „Wir wollen den Menschen zeigen, wie urbane Landwirtschaft heute funktioniert. Unsere Besucherinnen und Besucher sollen staunen über die vielfältigen Kleingärten auf der Au. Gleichzeitig erhalten wir neue Parks und Landschaften und verbinden Luisenpark über den Sportpark mit der Gartenlandschaft Au und dem Spinelli-Park. Wir haben mehr Möglichkeiten zum Erholen und Entspannen, mehr Zeit für Natur und Kreativität. ‚Mannheim verbindet‘: Menschen, Natur, Freiräume, Kulturen, Lebensstile.“
Götz: Alle Beteiligten einbeziehen
Götz stellt klar: „Wir wollen mehr Menschen für unsere Stadt gewinnen. Vor allem möchten wir aber die Mannheimerinnen und Mannheimer auf unserer Seite haben. Wir beteiligen die Landwirte und die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, ganz so wie 1975 im Herzogenried. Sie sollen zeigen, welche Vielfalt Mannheim aufweist. In den nächsten Monaten ist eine grundsätzliche Entscheidung des Gemeinderats zur Bundesgartenschau notwendig. Dann beginnen die konkreten Planungen, die alle Beteiligten einbeziehen sollen. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen!“
Dabei geht es nicht um eine Blumenschau, die nach einem halben Jahr zu Ende ist, wie Eisenhauer betont: „Vielmehr gehen wir die Herausforderungen der Konversion an und prägen die Stadt und unser Zusammenleben für die nächsten Jahrzehnte. Es sind Impulse für die gesamte Metropolregion. Wir benötigen die BUGA 2023 in Mannheim!“