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"Mannheim hat immer an seine Kleingärter gedacht"

Pressemitteilungen

Reinhold Götz, Ralf Eisenhauer und Prof. Dr. Horst Wagenblaß (v.li.) sprachen in der Au vor.

Ein Gespräch der SPD-Gemeinderatsfraktion mit den Beteiligten in der Au zeigt: Viele stehen der Bundesgartenschau offen gegenüber, obwohl Unsicherheiten bestehen. Diese könnten in den Planungsgruppen nach der Bundesgartenschau geklärt werden.

„Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, sagte Helmut Wunder von der Sportschützengesellschaft SG 1744. „Als Vorstandsmitglied des Sportschützenvereins will ich keine Straße, die möglicherweise an der Riedbahn entlang führt und den Verein bedroht. Als Ehemann bekomme ich von meiner Frau immer Ärger, wenn ich ihr sage, dass ich mich eher gegen die Verlegung der Straße „Am Aubuckel“ ausspreche. Kommt die Straße weg, haben wir tatsächlich nach Jahrzehnten endlich Ruhe in unserem Wohngebiet.“

Von diesen und ähnlichen Abwägungen berichteten viele Menschen, die beim Gespräch mit der SPD-Gemeinderatsfraktion auf der Anlage der Gartenfreunde Au mit dabei waren. Hintergrund ist der Bürgerentscheid am 22. September über die Bundesgartenschau 2023, die hauptsächlich auf dem Gelände der Spinelli-Kaserne stattfinden, aber auch einen Teil der Au einbeziehen soll.

 SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer berichtete über die Vorhaben der Bundesgartenschau. „Es geht um den Beginn der Vision des Grünzugs vom Neckar bis zum Rhein, der alle Kasernen mit einschließen soll. Aus Militärgebäuden sollen grüne Freiräume für die Menschen entstehen und das Gebiet in das städtische Leben integrieren. Zugleich können wir die Au, die Verkehrswege, insbesondere für Radfahrer und die Kleingartenanlagen aufwerten. Auch die Sportanlagen wie Pfeifferswörth oder Neckarplatt sollen integriert und verknüpft werden. Durch Zuschüsse des Landes über 40 Millionen Euro kommen dafür 65 Millionen Euro an Investitionskosten auf die Stadt zu. Für diese Planungen ist allerdings die Bundesgartenschau der notwendige Auslöser.“

Kleingartenanlagen sollen aufgewertet werden

Viele Kleingärtner stehen der Bundesgartenschau positiv gegenüber, wie beispielsweise Peter Röhheuser von den Gartenfreunden Au erklärte. „Die Bundesgartenschau wird auch die Kleingartenanlagen deutlich aufwerten. Für viele sei es aber wichtig zu klären, ob die Straße „Am Aubuckel“ verlegt wird und ob stattdessen eine Straße entlang der Riedbahn käme. Damit könnten Kleingartenanlagen wegfallen.

SPD-Konversionsexperte Reinhold Götz beruhigte: „Die genaueren Vorhaben werden nach dem Bürgerentscheid in den Planungsgruppen angegangen. In den Gruppen sitzen viele Bürgerinnen und Bürger und Kleingärtner. Sie werden selber mitbestimmen können, welche Varianten wir auswählen. Aber eines zeigt die Geschichte. Mannheim hat immer an seine Kleingärtner gedacht, wie man zum Beispiel 1975 bei der ersten Bundesgartenschau sehen kann. Wir wissen, welche Bedeutung die Kleingärtner für diese Stadt haben und werden gemeinsam gute Lösungen finden.“

Auch Ralf Eisenhauer berichtete von den zwei schlagenden Herzen: „Als Stadtrat habe ich immer das Gesamtwohl Mannheims im Blick. Auch bei der Bundesgartenschau gibt es Abwägungen, die zunächst nicht leicht zu entscheiden sind, wie bei einer möglichen Straßenverlegung erkennbar ist. Betrachtet man die sachlichen Argumente, gibt es für mich im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung trotzdem nur eine Antwort zur Bundesgartenschau: Ja, nutzen wir gemeinsam diese Chance!“

 

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