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KLIMAVERBESSERUNG IN NECKARAU DURCH ENTSIEGELUNG VON FLÄCHEN

Pressemitteilungen

Bild: SPD Neckarau

SPD verlangt Umdenken und aktives Handeln gegen die weitere Aufheizung der Stadt
 
Zu ihrer traditionellen Sommertour lud die SPD Neckarau-Almenhof-Niederfeld am vergangenen Mittwoch ein. Bei sehr sommerlichen Temperaturen begrüßte die Ortsvereinsvorsitzende Sabine Leber-Hoischen, die etwa zwei Dutzend starke Radgruppe und gab den Startschuss zu einer Stadtteiltour unter dem Titel „Heißes Pflaster Neckarau“ zum Thema Bodenversiegelung. Eskortiert von vier Polizist*innen auf Motorrädern, unter der Aufmerksamkeit von Neckarauer Bürger*innen und Verkehrsteilnehmern, besuchte die von Karin Steffan und Mathias Kohler angeführte Radfahrgruppe mehrere Plätze in Neckarau, die besonders deutliche Beispiele der Versiegelung darstellten.

„Genau das richtige Thema bei diesen Temperaturen und insbesondere für Neckarau, das leider zu den heißesten Stadtteilen in Mannheim gehört und immer mehr versiegelt wird“ bemerkte der Neckarauer Stadtrat Bernhard Boll, und fügte hinzu, dass Mannheim bundesweit zu den Top Ten der am meisten versiegelten Städte gehört.
 
Bodenversiegelung bedeutet, dass der Boden luft- und wasserdicht abgedeckt wird, wodurch Regenwasser nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen versickern kann und auch der Gasaustausch des Bodens mit der Atmosphäre gedrosselt wird. Auch unbebaute Flächen - wie Freiflächen, Betriebsflächen, Erholungsflächen und Verkehrsflächen sind in Neckarau teilweise mit Beton, Asphalt, Pflastersteinen oder wassergebundenen Decken befestigt und damit ganz oder teilweise versiegelt. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf das Mikroklima und den Wasserhaushalt, weil Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen kann.
 
Auch das Kleinklima wird negativ beeinflusst: Versiegelte Böden können kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Zum anderen steigt das Risiko, dass bei starken Regenfällen die Kanalisation oder die Vorfluter der nur abfließenden Wassermassen nicht fassen können und es somit zu örtlichen Überschwemmungen kommt.
 
Altstadträtin Karin Steffan, die gemeinsam mit Mathias Kohler die Tour organisiert hatte, bemängelte insbesondere am Vorplatz des Seilwolff-Centers die Steinwüste, die die Teilnehmer nicht nur betrachten, sondern auch die merklich höhere Temperatur dieses Platzes spüren konnten. „Hier wäre es ein Leichtes, mit zusätzlichen Bäumen für mehr Verschattung, mehr Verdunstung und ein besseres Mikroklima zu sorgen“, ärgerte sich Steffan. Auch ein von einem Logistikunternehmen neu angelegter Betriebshof wurde von der Neckarauer SPD kritisiert, der vollständig betoniert und mit Steinmauern umgeben ist. „Gewerbetreibende und insbesondere Logistikunternehmen könnten mehr für die Ökobilanz tun. Das muss so nicht aussehen“, brachte es Ina Grißtede, SPD-Bezirksbeirätin in Neckarau, auf den Punkt, und versprach gemeinsam mit Stadtrat Bernhard Boll, diesem Thema noch mehr Aufmerksamkeit als bislang in den politischen Gremien der Stadt zu widmen.

 

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