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Jusos fordern dauerhafte Unterbringung von Geflüchteten in Mannheim

Pressemitteilungen

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) Mannheim wollen, dass in Zukunft auch wieder dauerhaft Geflüchtete in Mannheim untergebracht werden. Dies wurde diese Woche in einer Mitgliederversammlung beschlossen. Seitdem die Landeserstaufnahmestelle (LEA) Anfang 2015 in Mannheim eröffnet wurde, werden neue Geflüchtete nicht mehr dauerhaft in der Stadt untergebracht. Über einen längeren Zeitraum darf bisher nur bleiben, wer vor 2015 nach Mannheim gekommen oder über den Familiennachzug angekommen ist. Alle anderen Geflüchteten, die eine Aufenthaltserlaubnis oder Duldung erhalten haben, werden in die umliegenden Regionen verteilt.



"Wir erleben in Mannheim eine sehr hohe Offenheit der Stadtgesellschaft, Geflüchteten zu helfen und sie in die Stadt zu integrieren", so Clara Kopiez, Vorsitzende der Jusos Mannheim. Dieses Engagement könne leider oft nicht sehr nachhaltig sein, da die meisten die Stadt wieder verlassen müssen. Die Quadratestadt habe eine lange Erfahrung mit Immigration und davon schon lange profitiert. Die Mannheimerinnen und Mannheimer seien sehr tolerant und wüssten um ihre humanitäre Verantwortung. "Gleichzeitig kommen andere Städte und ländlichere Regionen an ihre Grenzen.", so Kopiez weiter, "In Mannheim gibt es Fläche, Infrastruktur und eine enorme Hilfsbereitschaft. Deshalb sollten wir voraus gehen und sagen: Wir schaffen das!"

Dauerhafte Wohnverhältnisse sind ein wichtiger Faktor für die Integration in Deutschland. Mit einer Neuregelung würde so die Stadtgesellschaft in Mannheim doppelt profitieren. Skander Absi, stellvertretender Vorsitzender, erläutert: "Viele Geflüchtete fühlen sich wohl in Mannheim. Sie knüpfen erste Kontakte und Freundschaften. Doch nachdem sie bereits ihre Heimat verlassen mussten und monate- oder sogar jahrelange Flucht hinter sich haben, werden sie nochmals aus ihrer bekannten Umgebung gerissen." Dies sei oft schmerzhaft und könne auch nicht im Interesse einer langfristigen Integration sein. Natürlich habe auch Mannheim begrenzte Ressourcen. Für die freiwillige Entlastung anderer Kommunen sollte es aber auch finanzielle Mittel von Bund und Land geben. "Dann würden aus einigen Geflüchteten auch erfreulicherweise neue Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.", so Absi abschließend.

 

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