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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Informationsveranstaltung des SPD-Ortsvereins zum Thema "Mannheim 21 - Großbaustelle Lindenhof"

Presseecho

Chancen für den Stadtteil nutzen

"Es ist gar nicht leicht, auf dem Lindenhof einen angemessenen Veranstaltungsraum zu finden", betont Stadtrat Prof. Dr. Horst Wagenblaß bei der Begrüßung im Gasthaus am Fluss. Doch auch dies könnte sich im Zuge des Projektes zum Positiven ändern, das Thema der Veranstaltung jenes Abends war: "Mannheim 21 - Großbaustelle Lindenhof".

Denn im Zuge der umfassenden Umgestaltung der Bahnhofs-Peripherie in unmittelbarer Nachbarschaft des Lindenhofs soll ja auch ein Erlebnisbereich entstehen, der sich um das Ensemble von Lokschuppen und Werkstattgebäude gruppiert: "Der Lindenhof benötigt so etwas ganz dringend", betont Wagenblaß.

Allerdings verhehlt der erfahrene Kommunalpolitiker auch nicht manche Sorgen und Bedenken. Hinter dem bürokratischen Begriff "Mannheim 21" stehe "baulich Gigantisches". Daher müsse sowohl für Freiräume innerhalb dieses Quartiers gesorgt werden als auch für eine Anbindung an die bestehende Bebauung, vor allem an die Meerfeldstraße: "Sonst ist diese Lebensader des Stadtteils gefährdet."
Große Freiflächen vorhanden

"Wir haben den Namen bewusst gewählt", pariert Stadtplanungs-Chef Klaus Elliger auf den kleinen Seitenhieb des Stadtrates. Er sei gefasst worden in Anlehnung an den Begriff "Stuttgart 21" - "als Manifestation dessen, dass sich auch die zweitgrößte Stadt des Landes eine Zukunftsvision vornimmt". Und diese Vision sei schon sehr konkret: Die Bahn ist hier mittlerweile nur noch Mieter der Stadt Mannheim.

Auch inhaltlich konnte er die Bürger beruhigen: Für Freiflächen innerhalb des Areals sei gesorgt. Allein der Glückstein-Platz umfasse über 17 000 Quadratmeter, die Freifläche um den Lokschuppen herum immerhin 3300. Und mit dem Konzept des denkmalschützerisch engagierten Lindenhöfers Harald Baumann, über das dieser mit Projekt-Planerin Dorothea Nachtwey bereits in engem Kontakt ist, kann hier auch eine architektonisch und kulturell attraktive Lösung verwirklicht werden (wir berichteten bereits).

Die Erschließung des Areals, die im Juli mit dem Abriss von Gebäuden beginnen wird, berge für Planer und Ausführende vielfältige Herausforderungen: "Wir haben hier alles, was man sich nur denken kann", formuliert Klaus Elliger: unmittelbare Nähe zu Bahnanlagen eines ICE-Knotens, Verlegung einer Straße, Umsiedlung geschützter Tierarten.
Eidechsen werden umgesiedelt

"Und das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen", so Elliger: "In Heidelberg ist das gemacht worden, und die Folge war ein Baustopp." In Mannheim ist dafür eine ideale Lösung gefunden worden: Die Tiere werden auf die Streuobstwiese im Rheinauer Wald umgesiedelt; der dort Verantwortliche Kurt Kubinski sagte spontan zu, lobt Wagenblaß.

Ein Punkt der Diskussion war die Anbindung an den Ortsteil und die Sorge um die Zukunft der Meerfeldstraße. Heribert Späh plädiert für eine radikale Lösung: "Die Stadtbahn muss aus dieser Straße raus." Diese Einkaufsmeile sei nur dann entwicklungsfähig, wenn nicht alle paar Minuten eine Straßenbahn hindurchfahre. Elliger sah das anders, ermunterte die Geschäfte stattdessen, ein eigenes Profil zu entwickeln: "Denn eine Vielzahl neuer Beschäftigter bedeutet ja auch eine Vielzahl potenzieller neuer Kunden."

Mannheimer Morgen
15. Mai 2009

 

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