Die Arbeiten zum Haus des Jugendrechts in Mannheim kommen voran. Die SPD-Gemeinderatsfraktion sieht in einer solchen Einrichtung einen großen Gewinn für die Stadt.
Bei seinem Besuch in Mannheim bestätigte der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD), dass derzeit an Planungen für ein Haus des Jugendrechts in Mannheim gearbeitet werde. Dafür habe der Landtag mit den Stimmen der SPD-Landtagsfraktion 300.000 Euro als Anschubfinanzierung vorgesehen.
Die SPD-Gemeinderatsfraktion hatte durch einen Antrag im Gemeinderat die Initiative von Seiten der Stadt vorangetrieben.
Viele Vorteile und Synergieeffekte
Stadtrat Dr. Boris Weirauch, sicherheitspolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, erklärt dazu: „Ich bin sehr dankbar, dass sich das Justizministerium unter Rainer Stickelberger intensiv in die Planungen um das Haus des Jugendrechts eingeschaltet hat. Die Einrichtung wäre für Mannheim ein Gewinn.“
Die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion Lena Kamrad berichtet von guten Erfahrungen in Ludwigshafen, von denen sie sich bei einem Besuch vor Ort überzeugt hat: „Ein kurzer Blick über den Rhein reicht, um zu erkennen, welche Vorteile und Synergieeffekte ein solches Haus mit sich bringt.
So kommt es beispielsweise zu deutlich weniger Anklagen gegen Jugendliche, wie wissenschaftliche Ergebnisse bestätigen. Stattdessen ist es zum Beispiel oft möglich, in viel kürzerer Zeit nach der Straftat gezielt eine erzieherische Maßnahme der Jugendhilfe anzuordnen.“
In vielen Städten bewährt
Auch in Städten wie Stuttgart-Bad Cannstatt oder Pforzheim hat es sich bereits bewährt: Im Haus des Jugendrechts arbeiten die zuständigen Stellen von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht und Jugendamt eng zusammen, wenn es um Straftaten von Jugendlichen geht.
Stadträtin und Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD), die das Projekt im Landtag vorangetrieben hatte, betont: „Ich bin meinem Kollegen Rainer Stickelberger für sein Engagement sehr dankbar. Aber wir nehmen ihn nun auch beim Wort, dass die Zusagen schnell in die Tat umgesetzt werden.“