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Glückstein soll dem Quartier Glück bringen

Presseecho

Von Redaktionsmitglied Martin Tangl
© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.08.2011

Das "Glückstein-Quartier" soll eine allererste Adresse für Wohnen und Arbeiten in Mannheim werden. Seit Jahren firmierte das ehrgeizige Projekt zwischen Hauptbahnhof und Lindenhof unter dem Titel "Mannheim 21". "Doch das klang sehr nüchtern und technisch", sagte gestern Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, als er Juliane Hahn und Timo Amann im Rathaus für ihre Namensidee mit jeweils zwei Karten für die "autosymphonic" belohnte. Das spektakuläre Konzert steigt am 10. September zum Geburtstag des Automobils am Wasserturm.

Auch die Assoziation mit "Stuttgart 21", dem umstrittenen Bahnprojekt in der Landeshauptstadt, ließ bei Projektleiter Dr. Ottmar Schmitt keine Begeisterung aufkommen. Also wurden die Bürger nach einem neuen Namen befragt, rund 650 Einsendungen gingen ein - und Kurz und der Gemeinderat stimmten schließlich für "Glückstein-Quartier", den Vorschlag, den jeweils Juliane Hahn vom Lindenhof und Timo Amann aus der Neckarstadt eingereicht hatten.
Kein Anglizismus

Lanz und John Deere, Viktoria, Neu-Lindenhof und der nahe Rhein, nur fünf Beispiele, mit welchem Namen die Mannheimer gerne das neue Areal bezeichnet hätten. Doch weder wollten die Kommunalpolitiker mit einem bekannten Firmennamen einsteigen, noch nach draußen suggerieren, die künftige Adresse liege direkt am Rhein. Auch englisch klingende Bezeichnungen (Anglizismen) verschwanden schnell wieder in der Schublade. Kurz: "Wir wollten auch kein Kunstwort, sondern möglichst einen Bezug zu Mannheim, ein Wort, das positive Assoziationen weckt für ein lebendiges Quartier." Mit dem Mannheimer Mundartdichter Hanns Glückstein, mit den Wörtern Glück und Stein wollen der Oberbürgermeister und Ottmar Schmitt jetzt bei der Vermarktung des zentralen Areals punkten. "Klingt auch international gut", meinte Schmitt, der für den Beginn des kommenden Jahres schon die ersten möglichen Grundstücksverkäufe avisierte: "Wir sind da mit zwei Investoren in guten Gesprächen." Einen weiteren Impuls für die Vermarktung verspricht sich der Projektleiter durch die neue Südtangente. Die an die Gleise des Hauptbahnhofs verlegte vierspurige Straße soll bis Ende 2013 fertig sein. Es folgt die Erschließung des Areals durch eine Mittelachse, der Glückstein-Allee. Das soll 2014/15 geschehen.

Die Kosten des bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekts bezifferte OB Peter Kurz auf rund 100 Millionen Euro. "Davon wird ein hoher, zweistelliger Millionenbetrag an der Stadt Mannheim hängenbleiben", ergänzte Ottmar Schmitt mit Blick auf die anstehenden Etatberatungen. Der Lindenhöfer Bezirksbeirat Klaus-Jürgen Hahn, der Ehemann der Ideengeberin für das "Glück-stein-Quartier", warnte davor, den Bereich zu eng zu bebauen, besonders am Rand des Glückstein-Parks. "Darüber werden wir reden", versprach Kurz den Lindenhöfern, Mannheim habe als Alleineigentümer der Flächen hier genügend Einflussmöglichkeiten. Allerdings müsse die Stadt das Projekt auch ökonomisch betrachten. So sind am Park hin zur Glückstein-Allee hochwertige Wohnanlagen, sogenannte Stadtvillen geplant.

Mit dem "Glückstein-Quartier" gewinnt der Hauptbahnhof für Kurz noch mal an Bedeutung. In diesem Zusammenhang drängte der Oberbürgermeister am Donnerstag erneut auf den Ausbau der ICE-Strecke Frankfurt-Mannheim.

 

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