Marianne Bade, sozialpolitische Sprecherin
Angemessen auf dem Hauptfriedhof der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gedenken, indem beispielsweise Informationstafeln auf dem Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof aufgestellt werden.
Diese Forderung der SPD ist am Dienstag, 14. Oktober 2014, im Gemeinderat und wird dann im Betriebsausschuss Technische Betriebe beraten.
Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 14. Oktober 2014
Der Gemeinderat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein angemessenes Gedenken an die polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf dem Mannheimer Hauptfriedhof zu gewährleisten.
Begründung:
Auf dem Mannheimer Hauptfriedhof befindet sich ein Gräberfeld polnischer und sowjetischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener. Derzeit finden Besucherinnen und Besucher des Friedhofs keinerlei Informationen über die zu ehrenden Toten vor.
Stadträtin Marianne Bade und Altstadträtin Regina Trösch haben sich in mehreren Gesprächen mit dem Stadtarchiv Mannheim und der Eigenbetriebsleitung des Mannheimer Hauptfriedhofs über die Möglichkeit informiert, ein angemessenes Gedenken zu ermöglichen.
Als Möglichkeit wurde in Aussicht gestellt, durch entsprechende Informationstafeln auf das Schicksal der Toten auf dem Gräberfeld hinzuweisen. Somit wäre im Schatten des deutschen Zivilisationsbruchs auch derer gedacht, die nicht immer eine angemessene Würdigung oder Ehrung in der Öffentlichkeit erfahren.