Was passiert nachts in den Polizeirevieren und bei der Feuerwehr? Wie packen die Beamtinnen und Beamten die Nachtschicht? Diesen Fragen ging Stadtrat Dr. Boris Weirauch auf der Sicherheitstour bei Nacht nach.
Auf Initiative des SPD-Fraktionssprechers für Sicherheit und Ordnung, Dr. Boris Weirauch, besuchten Stadträtinnen und Stadträte der SPD gemeinsam mit den örtlichen Bezirksbeiräten über eine ganze Nacht verteilt mehrere Mannheimer Polizeireviere und Feuerwachen, um sich bei den Einsatzkräften zu bedanken und sich über die Situation in den Stadtteilen zu informieren.
Zu Gast waren die sozialdemokratischen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker in den Polizeirevieren Neckarau, Innenstadt, Neckarstadt, Käfertal und Sandhofen sowie in den Feuerwachen auf dem Lindenhof und in Käfertal.
Außergewöhnliches Engagement
„Wir waren bis halb fünf Uhr morgens unterwegs. Neben der Sicherheitslage und den Abläufen vor Ort war für uns wichtig, auch persönliche Anliegen der Beamtinnen und Beamten, etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu erfahren“, erklärt Weirauch.
„Bei allen Belastungen, etwa durch den Schichtdienst sowie die zunehmende Respektlosigkeit und körperliche Gewalt insbesondere gegenüber der Polizei, wurde deutlich, dass die Beamtinnen und Beamten ihren Beruf mit außergewöhnlichem Engagement ausüben", zeigt sich der SPD-Stadtrat nach den vielen Gesprächen beeindruckt.
Feuerwache muss funktionieren
„Bemerkenswert waren auch die Gespräche mit dem kompletten Wachdienst der Feuerwehr auf der Feuerwache Mitte", fanden Stadträtin Marianne Bade und Stadtrat Rainer Spagerer, der ebenso wie Weirauch die Fraktionstour bis in den Morgenstunden begleitete. Lebhaft diskutierte man über die Ansiedlung der integrierten Leitstelle und den Umzug der Feuerwehr in den geplanten Neubau der Wache auf dem Neckarauer Vögele-Gelände. Gemeinsam war man sich einig, dass die Funktionalität der Wache Vorrang vor baugestalterischen Anliegen haben muss.
Weirauch versprach zudem, sich bei der Stadtverwaltung für einen Ausgleich der geleisteten Überstunden in den Jahren von 2001 bis 2006 einzusetzen. „Bereits bei den vergangenen städtischen Haushaltsberatungen hatten wir zudem das Thema der Vorsorgekuren auf die Agenda gebracht und werden das weiter verfolgen“, versicherte der Stadtrat.