
Die SPD befürchtet weitere Belastungen für Mannheim nach den ersten bekannt gemachten Planungen der grün-schwarzen Landesregierung zu der Zukunft der Landesaufnahmestellen (LEA) und bedarfsorientierten Aufnahmeeinrichtungen (BEA) für Flüchtlinge. Sie fordert die Berücksichtigung der Bedingungen und Herausforderungen vor Ort.
SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer erklärt: „Flüchtlinge im Land müssen gerecht verteilt werden. Aber die grün-schwarze Landesregierung kennt gerade bei der Belastung der großen Städte offenbar keine Grenzen. Dabei erbringen die Städte bereits enorme Leistungen. Grün-Schwarz muss die Besonderheiten der Städte und deren Stadtplanung endlich berücksichtigen.“
Stadträtin Marianne Bade, SPD-Sprecherin für Integrationspolitik, ergänzt: „Die Landesregierung muss die besonderen Leistungen gerade Mannheims anerkennen: Mit der Zuwanderung von Menschen aus Südosteuropa haben wir eine derart große Herausforderung wie fast keine andere Stadt im Land. Das Leben in unseren Stadtteilen ist bereits enorm unter Druck.“
Bade betont: „Das Gesamtkonzept muss stimmen. Mannheim ist bereit, weiterhin seinen Beitrag bei der Flüchtlingsaufnahme oder im Hinblick auf kommunale Flüchtlinge zu leisten. Wir sind stolz und dankbar auf das große ehrenamtliche Engagement, das es in unserer Stadt gibt. Aber auch dann gilt: Die Last muss gerecht verteilt werden und es darf dabei die osteuropäische Zuwanderung nicht außer Acht gelassen werden.“